Berggruen darf nicht nur Geld aus Karstadt ziehen

17.07.14
WirtschaftWirtschaft, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zu dem von dem Vorstandsmitglied von Karstadt, Stephan Fanderl, angekündigten harten Sanierungskurs, erklärt das für Gewerkschaftspolitik zuständige Mitglied des Landesvorstandes der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen, Helmut Born:

„Es ist kaum möglich, den Zynismus dieses Herrn Fanderl noch zu übertreffen. Der Eigner von Karstadt, Herr Berggruen, entzieht durch die Sicherung der Namensrechte dem Unternehmen Karstadt jeden Monat eine Million Euro, der Immobilienspekulant Benko kassiert deutlich überteuerte Mieten für die in seinem Besitz befindlichen Karstadt-Häuser, und dieser Herr Fanderl kündigt die Schließung von etwa zwanzig Häusern an, die angeblich nicht profitabel arbeiten. Die ausgewiesenen Verluste von Karstadt (ca. 150 bis 200 Millionen Euro) haben in den letzten Jahren eine Größe erreicht, die das Überleben von Karstadt insgesamt infrage stellen.

Dabei haben die Beschäftigten durch Sanierungstarifverträge in den letzten zehn Jahren schon auf insgesamt 700 Milionen Euro verzichtet.

Das hat alles nicht geholfen. Jetzt ist endlich die Kapitalseite dran.

Berggruen muss endlich aufhören, nur Geld aus dem Unternehmen raus zu ziehen. Jetzt muss Berggruen Geld in das Weiterbestehen des Unternehmens stecken. Dafür müssen die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft ver.di ihre bisherige Zurückhaltung aufgeben und ihre eigenen Forderungen aufstellen. Die Tariferhöhungen aus den Jahren 2013 und 2014 zahlt Karstadt noch immer nicht. Wenn Berggruen nicht liefert, muss die Forderung nach Vergesellschaftung von Karstadt aufgestellt werden und für die Umsetzung gekämpft werden.“ „Es kann nicht sein, dass nach den schlechten Erfahrungen der Schlecker-Pleite wieder eine fast 20.000 Köpfe umfassende Belegschaft den Gang zur Arbeitsagentur antreten muss. Wenn Berggruen seiner Verantwortung nicht nachkommt muss Karstadt für 1 Euro vergesellschaftet werden“, erklärt Born abschließend.







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