Die korruptesten Staaten und Regionen der kapitalistischen Welt

01.11.10
WirtschaftWirtschaft, Internationales, News 

 

Von Reinhold Schramm 

Die auch vom Kapital zur Kontrolle ihres ökonomischen und gesellschaftlichen Regelwerks finanzierte Organisation "Transparency International" hat ihren aktuellen Korruptionsindex veröffentlicht. Er misst den Grad der Korruption bei Beamten und Politikern. Er stützt sich auf Umfragen und Meinungen von Experten.
Demnach hat Dänemark, Neuseeland und Singapur die geringste öffentliche Korruptionswahrnehmung. Es folgt Finnland und Schweden. Kanada belegt den sechsten Platz. Gefolgt von den Niederlanden (7), Australien (8) und der Schweiz (Platz 9). Norwegen auf Listenplatz 10 und Island Platz 11. Steuer-, Banken- und Spekulantenparadies Luxemburg landet ebenfalls auf Platz 11. In der offiziellen Korruptionswahrnehmung erreicht Hongkong Platz 13. (Wo befindet sich Platz 12 -?-) Irland belegt Platz 14. Im europäischen Mittelfeld befindet sich Österreich mit dem 15. Platz, - den es sich mit Deutschland teilt.

"Dringender Reformbedarf" besteht in Deutschland beim Kampf gegen Abgeordnetenbestechung sowie bei der Regelung von Parteispenden und Sponsoring.

Die USA rangieren auf Platz 22. Turkmenistan gehört zu den korruptesten Regionen der kapitalistischen Welt, Platz 172; analog, so auch das Korruptionsverhältnis in Usbekistan. Irak landet auf Platz 175. Es folgt Afghanistan (unter Führung der 'demokratischen USA und mit militärischer Unterstützung des 'freiheitlichen Deutschland) als eines der korruptesten Länder der Welt. Trotz der internationalen 'freiheitlichen' und 'demokratischen' Forderungen nach einem entschiedeneren Kampf der eingesetzten regierenden Staatssöldner - auch gegen die eigene Korruption im Land - hat sich die Korruptionslage nicht verbessert. Afghanistan belegt den letzten Platz (176). 

Unvollständige Anmerkung zur Germany AG.
Nachdem die CDU in NRW Anfang des Jahres 2010 Einzelgespräche mit ihrem Spitzenkandidaten für 20.000 Euro angeboten hatte, sei das Thema "parlamentarisch in Vergessenheit geraten", kritisierte der Transparency-Vorsitzende Müller. Im Parteiengesetz werde Sponsoring nicht einmal ansatzweise erfasst. Transparency hält den Bundespräsidenten als Wächter über die Parteienfinanzen für ungeeignet. Ein Unabhängiger solle den Parteien auf die Finger und in die Bücher schauen, so Transparency. (Vgl.: FR am 26.10.2010: "Feine Unterschiede der Korruption".)

Quelle: Frankfurter Rundschau. Index: Die korruptesten Länder der Welt.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/fotostrecken-wirtschaft/-/1473648/4780382/-/index.html







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