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Rüstungsindustrie und Aktionäre profitieren vom Terrorkrieg gegen Afghanistan.
29.11.09
Wirtschaft, TopNews
von Reinhold Schramm
Deutsche Panzer und U-Boote sind ein Renner auf dem Weltmarkt für Vernichtungsgüter. Die deutsche Rüstungsindustrie profitiert vom Wettrüsten und zeigt sich krisenfest. Die Zahl deutscher Ausfuhren von Vernichtungsmitteln, gegen Menschen und Güter der Wertschöpfung, ist seit 2004 um 70 Prozent gestiegen. Laut der „Süddeutschen Zeitung sind die „todbringenden Maschinen aus deutscher Produktion besonders in der Türkei und Griechenland beliebt. Seit 2005 wurden rund 500 gebrauchte und von der Bundeswehr ausrangierte Panzer vom Typ „Leopard 2A4" dorthin geliefert. Zusätzlich erwarb Griechenland für 1,7 Mrd. Euro die Lizenz für den Bau von Panzern des Modells „Leopard 2A5". Ein weiterer profitabler deutscher Exportschlager sind U-Boote der „Klasse 214" an die türkische und griechische Marine. Vernichtungsgüter an die Türkei machten in den vergangenen Jahren 15 Prozent und an Griechenland 13 Prozent aller exportierten deutschen Rüstungsgüter aus. [1] Auch so forciert die deutsche Rüstungsindustrie und ihre jeweilige deutsche Bundesregierung den kommenden Wirtschafts-, Rohstoff-, Absatz-, Verteilungs- und Vernichtungskrieg, auch zum Wohle der deutschen Rüstungsindustrie, ihrer Anteilseigner und Aktionäre. Nach dem Absatz der gebrauchten und ausrangierten Panzer, auch an aktuelle Partner - und in künftige Spannungsgebiete, lohnt sich auch die Neuanschaffung von zeitgemäß technisch modernen Vernichtungsmitteln für die aktuellen und künftigen Auslandseinsätze der deutschen Bundeswehr - im Profit-, Kapital-, Rohstoff- und Exportinteresse. Bereits im Juli 2009 berichtete Springers „Welt vom „Milliardenauftrag für deutsche Rüstungsindustrie. Demnach liefert die deutsche „Rheinmetall und „Krauss-Maffei an die Bundeswehr 405 (Stück) „Puma-Schützenpanzer bis ins Jahr 2020. Der Auftrag hat einen vorläufigen Gesamtwert von rund 3,1 Milliarden Euro. Die neuen Panzerfahrzeuge für den (weiteren künftigen) Auslandseinsatz der deutschen Bundeswehr „sollen einen größeren Schutz vor Minen, dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen und selbstgebauten Sprengsätzen bieten. Außerdem könne der neue Panzer per Lufttransport verlegt werden. [2] Für den weltweiten Transport der „Puma-Schützenpanzer benötigt die deutsche Bundeswehr technisch moderne Flugtransporter. Hierfür bekommt die Bundeswehr den „Militärtransporter A400M. Deutschland ist mit 60 „Militärtransporter A400M der größte Abnehmer des europäischen Flugzeugbauers „Airbus und deren Konzernmutter „EADS. Der vorläufige Erstflug des „Militärtransporters A400M ist in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 2009 geplant. Insgesamt gibt es 184 Bestellungen für den „A400M aus sieben NATO-Ländern: Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei. Die Auslieferung der Maschinen für ihren weltweiten Kriegseinsatz und Panzertransport, wird ab dem Jahr 2012 erwartet. Bei der Deutschen Industrie und ihrer Bundeswehr ist der „Militärtransporter A400M, auch angesichts einer steigenden Zahl von Auslandseinsätzen, ein wichtiger Ersatz für die bisher (weltweit) eingesetzten Transall-Maschinen. Der „A400M besitzt „mehr als doppelt so viel Nutzlastkapazität und Laderaumvolumen und ist deutlich schneller als die Transall. Zudem kann der „A400M - „innerhalb von zwei Stunden - in ein Tankflugzeug umgebaut und Kampfjets können im Flug mit Treibstoff versorgt werden, bevor sie ihre Bombenlast auf die Bevölkerungen anderer Staaten abwerfen - wie aktuell in Afghanistan. Dies ist zugleich auch im Interesse der Deutschen Industrie, der deutschen Rüstungsindustrie und ihrer Aktionäre! Abschließend: Es soll niemand behaupten, er habe nichts gewusst.
Quellen: [1] SZ - „sueddeutsche.de am 27.04.2009: Deutsche Rüstungsindustrie. „Tödliche Exportschlager. Von Michael König. SZ: www.sueddeutsche.de/politik/932/466513/text/ [2] Springers „Welt-Online: „Milliardenauftrag für deutsche Rüstungsindustrie - www.welt.de - (bereits) am 7. Juli 2009.
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