Warnstreik beim Bildungs- und Sozialwerk des LSVD


Bildmontage: HF

13.12.17
WirtschaftWirtschaft, Arbeiterbewegung, Berlin 

 

Von FAU Berlin

Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge in den Tarifverhandlungen im Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) als Druckmittel. Nun ruft die FAU zu einem Warnstreik am 19.12.2017 auf.

Nachdem die Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag mit dem Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) gescheitert sind, ruft das Allgemeine Syndikat der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU) die Betriebsgruppe zum Warnstreik am Dienstag, 19.12.2017 auf, um dem Vorstand und der Geschäftsführung ihre Entschlossenheit zu zeigen. Der Vorstand des BLSB war bis heute nicht bereit, die 16 zum Jahresende gekündigten Verträge der Mitarbeiter*innen für das nächste Jahr zu verlängern und so bleibt der Eindruck, dass der Vorstand die gewerkschaftlich organisierte Belegschaft versucht komplett auszutauschen. Die FAU wertet die Kündigungen, die in Frage gestellten Verlängerungen und die Abmahnungen als eindeutige Drohkulisse, mit der der Vorstand versucht, die Belegschaft zu vereinzeln und zu spalten. Daher haben sich die Mitarbeiter*innen der Betriebsgruppe mit großer Mehrheit in einer Urabstimmung dafür entschieden, zusammenzuhalten und weiter für einen Tarifvertrag zu kämpfen.

Konkret fordert die FAU für ihre Mitglieder unter anderem:

1.     Entfristung aller Arbeitsverträge unter Finanzierungsvorbehalt. Gute Arbeit kann nur mit erfahrenem Personal gelingen.

2.     Einführung von Arbeitszeitkonten mit entsprechender Anerkennung der tatsächlich geleisteten Arbeit. Überstunden müssen auch als Überstunden anerkannt werden.

3.     Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit an den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) – Berlin.

4.     Regelmäßige Supervisionen. Die geleistete soziale Arbeit ist häufig belastend und eine professionelle externe Begleitung notwendig.

5.     Mehr Mitbestimmung durch unsere Betriebsgruppe. Die demokratische Beteiligung der Belegschaft an wichtigen Entscheidungen sorgt für gute und umsetzbare Regelungen.

„Kein Schiff fährt ohne Besatzung! Wenn sich Vorstand und Geschäftsführung nicht endlich auf Gespräche auf Augenhöhe einlassen, muss mit Streik gerechnet werden“, so Käte Gengenbach, Sekretärin der FAU, die die gewerkschaftliche Vertretung der Mitarbeitenden übernommen hat.

Weitere Informationen zum Tarifkonflikt und zum Warnstreik erhalten Sie gerne unter unten angegeben Kontaktdetails. Die bisher zu diesem Thema erschienenen Artikel, Pressebilder und Pressemitteilungen finden Sie außerdem hier: https://berlin.fau.org/kaempfe/bildungswerk







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