The Gap, H&M, GUESS und andere große Unternehmen in PETAs Visier: Neue Ermittlungen zeigen verstümmelte und geschlachtete Enten für RDS-Daunen – Responsible Down Standard ist eine Farce

22.12.22
WirtschaftWirtschaft, Umwelt, Internationales, Bewegungen, TopNews 

 

Von PETA

Eine aktuelle Enthüllung von PETA Asien über zertifizierte vietnamesische Daunenlieferanten zeigt, wie Enten verstümmelt und bei vollem Bewusstsein getötet wurden. Im Mittelpunkt der Aufdeckungen stehen dabei die beiden Unternehmen Vina Prauden und Nam Vu. Die Firmen stehen in komplexen Lieferketten mit Farmen und Schlachthäusern, von denen sie die Daunen für den späteren Weiterverkauf beziehen. Vina Prauden und Nam Vu lassen sich Daunen unter anderem mit dem Responsible Down Standard (RDS) zertifizieren. Zu den größten Abnehmern von RDS-zertifizierten Daunen gehören beispielsweise Gap Inc., H&M, UNIQLO, Tommy Hilfiger, Lacoste und GUESS.

„PETAs zahlreiche Enthüllungen der Daunenindustrie zeigen klar und deutlich, dass Tiere nicht nur beim Lebendrupf, sondern bei jeder Form der Daunenproduktion leiden“, so Peter Höffken, Fachleiter des Kampagnenteams bei PETA. „Zertifizierungen wie der Responsible Down Standard sind in unseren Augen Verbrauchertäuschung, denn sie können an den systematischen Misshandlungen der Tiere nichts ändern. Wir ermutigen daher alle Menschen, Tieren zuliebe Daunen zu meiden und stattdessen warme und kuschelige vegane Kleidung zu kaufen.“

Im Rahmen der aktuellen Enthüllungen dokumentierten Ermittler die grauenvollen Zustände in Farmen und Schlachthäusern der Unternehmen. Die Daunen aus den untersuchten Betrieben werden zudem unter der Zertifizierung „Responsible Down Standard“ (RDS) verkauft, der Tierschutz garantieren soll.

Die Aufnahmen belegen jedoch das Gegenteil: In einem Schlachthof, der Vina Prauden beliefert, packten die Arbeiter die Enten grob und hängten sie ans Fließband, bevor sie sie durch ein elektrisches Wasserbad gezogen wurden. Ein Mann trat dabei auf die Vögel, um sie zu Boden zu drücken und zu fixieren, bevor er sie aufhängte. Teils wurden die Tiere durch das Elektrowasserbad nicht oder nicht ausreichend betäubt. Trotzdem schlitzte ein Arbeiter den Enten anschließend teils bei vollem Bewusstsein die Kehlen auf. Einige Vögel bewegten sich danach noch mindestens eine Minute lang. Bei Untersuchungen von Schlachtungen auf Privatgrundstücken von Dorfbewohnern, die Nam Vu beliefern, wurden die Tiere sogar verstümmelt und komplett betäubungslos getötet: Arbeiter warfen die Vögel auf den Boden schnitten ihnen die Füße ab, während sie sich sichtbar wehrten.

Misshandlungen und Tötungen bei Bewusstsein ist Alltag in der RDS-Daunenproduktion

Erst vor einer Woche hat PETA Deutschland grausames Videomaterial aus einem Schlachthof in Polen veröffentlicht, dem zweitgrößten Daunenproduktionsland der Welt. Dort wurde unter anderem eine Ente von einem Schlachthof-Mitarbeiter gewaltsam getreten. Auch hier schlug die nachfolgende Betäubung im Wasserbad augenscheinlich fehl. Zahlreiche Tiere schlugen noch intensiv mit den Flügeln oder versuchten ihren Kopf zu heben, nachdem Arbeiter ihnen bereits die Kehlen durchtrennt hatten. Und nur wenige Monate zuvor zeigten Aufnahmen von PETA Asien, wie für Daunen aus Russland, die als RDS-zertifiziert gehandelt wurden, Gänsen bei vollem Bewusstsein mit einer stumpfen Axt die Köpfe abgehackt wurden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

 

Bei lebendigem Leib schneidet ein Arbeiter einer Ente die Kehle durch. / © PETA Asien

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Kampagnen/Daunen-Tierleid-stoppen

PETA.de/Themen/Daunen/

PETA.de/Themen/Zertifizierte-Daunen

 







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz