ÖPNV darf nicht zum Preistreiber werden

28.07.22
WirtschaftWirtschaft, Soziales, Politik, News 

 

„Angesichts des weiterhin hohen Inflationsniveaus im Juli werden noch mehr Leute sich fragen, wie sie eigentlich in den kommenden Monaten noch irgendwie über die Runden kommen sollen. In dieser Situation das 9-Euro-Ticket ersatzlos auslaufen zu lassen, ist schlicht verantwortungslos“, erklärt Bernd Riexinger, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag für nachhaltige Mobilität, angesichts der heute veröffentlichten neuen Inflationszahlen und des Agierens von Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Riexinger weiter:

„Das 9-Euro-Ticket hat die Inflation seit Juni gesenkt, genauso wird das Auslaufen der Regelung sie auch wieder antreiben. Wenn selbst Verkehrsunternehmen sich für die Verlängerung des 9-Euro-Tickets aussprechen, sollte die Bundesregierung jetzt endlich handeln. Der Bund steht klar in der Verantwortung, hierzu Vorschläge zu unterbreiten. Das Zeitfenster für eine nahtlose Anschlussregelung ab dem 1.September schließt sich bald. Wir brauchen daher jetzt eine Einigung in der Koalition. Es reicht nicht, dass sich führende Ampel-Politikerinnen für eine Verlängerung aussprechen, wir brauchen Entscheidungen. Dass die Koalition sich zwar auf eine Nachfolgeregelung bei den Kaufprämien für E-Autos einigen kann, aber beim 9-Euro-Ticket versagt, ist aberwitzig.

DIE LINKE fordert, das 9-Euro-Ticket bis Ende des Jahres zu verlängern. Diese Zeit sollte dann auch dazu genutzt werden, einen belastbaren Plan für kostengünstigen und massiv ausgebauten ÖPNV mit ausreichend und vernünftig bezahltem Personal vorzulegen.“







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz