VolkswagenStiftung unterstützt grausame Tierversuche an Rotkehlchen


12.09.18
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Bewegungen 

 

PETA übt scharfe Kritik an der Förderungspolitik und fordert Einstellung der Finanzierung

Von PETA

Sinnfreie Experimente: PETA wirft der VolkswagenStiftung mit Sitz in Hannover vor, grausame Tierversuche zu fördern. Die meisten von der Stiftung unterstützten Forschungsprojekte zählen zum Bereich der Grundlagenforschung, die der Befriedigung der wissenschaftlichen Neugierde und des Forschungsdrangs dient. Mit 53 Prozent (Stand 2016) macht dieser Forschungsbereich den größten Anteil aller Tierversuche aus. Aktuell steht die Stiftung wegen der Finanzierung brutaler Experimente mit wildlebenden, eingefangenen Rotkehlchen an der Uni Oldenburg in der Kritik. Um ihren Navigationssinn zu untersuchen, wird den Vögeln zum Beispiel das Schädeldach aufgeschnitten und Substanzen in ihr Hirn injiziert. PETA hat die VolkswagenStiftung in einem Schreiben dazu aufgefordert, zu einer Stiftungspolitik zu wechseln, die keine Tierversuche unterstützt. PETA hat den Verantwortlichen angeboten, sie bei der Umstellung zu beraten. Ohne Erfolg, die VolkswagenStiftung hält weiter an der Finanzierung von Tierversuchen fest. Die Tierrechtsorganisation erhöht nun den öffentlichen Druck auf die Stiftung und ruft alle Tierfreunde dazu auf, die Petition unter PETA.de/VW-Stiftung-Tierversuche zu unterzeichnen und gemeinsam mit PETA ein Zeichen gegen die qualvollen Experimente zu setzen.

 

„Das Festhalten an Tierversuchen in der Forschung ist ethisch nicht zu rechtfertigen. Innovative Alternativmethoden sind auf dem Vormarsch, leiden jedoch unter einer massiv ungleichen Verteilung finanzieller Mittel“, so Kognitionsbiologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA. „Mit einer entsprechenden Umverteilung der Fördermittel könnte die VolkswagenStiftung dabei helfen, die Forschung an und mit Alternativmethoden weiter voranzutreiben.“

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Auf ethische Aspekte geht die VolkswagenStiftung in ihrer Rückmeldung an die Tierrechtsorganisation jedoch nicht ein, sondern betont lediglich, dass die Tierversuche durch die zuständigen Behörden genehmigt seien und rechtliche Bestimmungen befolgt würden. Mit der Weigerung zur Umstellung der Stiftungspolitik nehmen die Verantwortlichen nicht nur das Leid und den Tod von unzähligen Tieren in Kauf, sondern stellen sich auch dem wissenschaftlichen Fortschritt in den Weg.

 

Forschungsprojekte, die leidvolle Experimente an Singvögeln, Mäusen oder Affen beinhalten, werden immer wieder von der Stiftung gefördert. Bereits 2016 ließ PETA der VolkswagenStiftung eine Petition mit 17.200 Unterschriften zukommen, um die Forderung nach einer tierfreundlichen Stiftungspolitik zu untermauern. Trotz zahlreicher Argumente gegen Tierversuche und großer Resonanz auf die Petition hat die VolkswagenStiftung bis heute nichts geändert.

 

Die VolkswagenStiftung unterstützt hauptsächlich Projekte aus dem Bereich der Grundlagenforschung, die oft als reine „Neugierforschung“ bezeichnet wird. Neugier als Antrieb wissenschaftlichen Fortschritts ist nicht per se verwerflich PETA spricht sich jedoch entschieden gegen den Missbrauch von Tieren im Namen der Forschung aus: Tierleid darf nicht mit Forschungsfreiheit und Erkenntnisgewinn aufgewogen werden.

 

Weitere Informationen:
PETA.de/VW-Stiftung-Tierversuche

PETA.de/Universitaet-Oldenburg-Tierversuche

PETA.de/Tierversuche-in-der-Forschung

Piscltd.org.uk







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