Hunderte blockieren Erdgas-Infrastruktur in Groningen


Bildmontage: HF

28.08.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, Internationales, TopNews 

 

Von Ende Gelände

Ende Gelände Aktivist*innen Teil der niederländischen Massenaktion zivilen Ungehorsams - Europäische Aktion gegen fossile Energien und für Klimagerechtigkeit

Zusammen mit 700 Menschen blockieren Ende Gelände Aktivist*innen seit 11:30h den Zufahrtsweg der Lagerungsstätte für giftiges Gaskondensat Delfzijl bei Groningen. Das niederländische Bündnis Code Rood (Alarmstufe Rot) fordert mit der Aktion zivilen Ungehorsams den sofortigen Ausstieg aus Erdgas. Menschen aus ganz Europa setzen sich gemeinsam für weltweite Klimagerechtigkeit ein.

In Groningen befindet sich das größte Gasfeld Europas. Der Abbau führt in der Provinz mehrmals die Woche zu Erdbeben - die Bevölkerung fordert eine angemessene Entschädigung für die erlittenen Schäden. Außerdem heizt das Treibhausgas Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas,  die Klimakrise an. Deutschland importiert das klimaschädliche Gas auch aus den Niederlanden, im Jahr 2016 stammten 30 Prozent der Gasimporte von dort.

„Wir müssen sofort mit der Gasförderung aufhören. Die Kosten sind zu hoch. Die Energiekonzerne müssen die Verantwortung für die Schäden übernehmen, die sie verursacht haben, hier in Groningen und in der ganzen Welt. Schon im Januar haben wir mit 15.000 Menschen für die Zukunft von Groningen demonstriert, dieses Mal machen wir zivilen Ungehorsam. Jeder und jede muss verstehen, dass Gas keine Übergangslösung ist!“, sagt Marcel Drenth aus Groningen.

„Ob Gas in Groningen oder Kohle beim Hambacher Wald: Wir blockieren mit unseren Körpern die Zerstörung unseres Klimas durch dreckige fossile Energie. Wir nehmen nicht hin, dass sich Konzerne wie RWE, Shell und Exxon weiter auf Kosten von Menschen und Natur bereichern. Treibhausgase machen nicht an Grenzen halt – unser gemeinsamer Widerstand auch nicht“ sagt Karolina Drzewo, Pressesprecherin von Ende Gelände.

Die weltweite Klimagerechtigkeitsbewegung setzt sich für einen Ausstieg aus allen fossilen Energien ein. Vom 25.-29. Oktober 2018 wird das Bündnis Ende Gelände in einer eigenen Aktion die Kohleinfrastruktur des Tagebaus Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier blockieren. Das Bündnis fordert einen sofortigen Kohleausstieg und den Erhalt des Hambacher Waldes als Sofortmaßnahme für Klimagerechtigkeit.







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