Warum wird Reaktor 2 in Fessenheim trotz hohem Risiko für die Bevölkerung wieder „hochgefahren“?

14.03.18
UmweltUmwelt, Internationales, Baden-Württemberg, News 

 

Von BUND Südlicher Oberrhein

Im ältesten Atomkraftwerk Frankreichs, in Fessenheim, stand Reaktor 2 wegen massiver technischer Mängel aus Sicherheitsgründen 21 Monate still.

Der Hochrisikoreaktor darf jetzt wieder hochgefahren werden. Ein Grund für die Entscheidung ist ein Bericht der Firma Framatome, die als Anbieter von Atomtechnik zur EdF-Gruppe gehört. Leider ist die "Kontrollbehörde" ASN nicht neutral.

Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer gibt es einen zentralen Grund für die dieses riskante Manöver:

Beide Fessenheimer Reaktoren müssen (auch) aus technisch-politischen Gründen  abgestellt werden. Jetzt wird um mögliche Entschädigungen gepokert.

Für einen dauerhaft abgestellten Reaktor können die Betreiber keine so hohen Entschädigungen fordern, wie für ein „klapprig laufendes“ Atomkraftwerk.

Um langfristig höhere Entschädigungen zu bekommen, wird jetzt sehenden Auges dieses Risiko für die Bevölkerung in Kauf genommen.

Für die riskante Wiederinbetriebnahme spricht eigentlich nur die Gier der Betreiber.

 



Leserbrief von Juri Hertel - 15-03-18 14:49




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