Delfine werden weiter gequält

29.10.14
UmweltUmwelt, NRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von Piratenfraktion in Landtag NRW

Wider besseren Wissens werden heute wohl voraussichtlich SPD, CDU und FDP ein Machtwort sprechen und damit den Willen der Menschen und das Leben der Tiere mit Füßen treten: Der Antrag auf ein Verbot von Delfinarien in NRW wird voraussichtlich mit großer Mehrheit im Umweltausschuss abgelehnt. Als nächstes beschäftigt sich das Plenum voraussichtlich im Dezember abschließend mit dem Thema.

Simone Brand, Tierschutzpolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Landtag NRW:
„Selbst Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hatte noch im August ein bundesweites Delfinarienverbot gefordert – knapp 400.000 Menschen haben mit E-Mails an Abgeordnete gegen die Delfinarien protestiert – Untersuchungen und Sachverständige sprechen von „gekacheltem Gefängnis“… und trotzdem beharrt vor allem die SPD darauf, im SPD-geführten Duisburg die Delfine schwimmen zu lassen; in einem fünf Meter tiefen Becken. Unerträglich!

Es ist ein Skandal, dass vor allem die SPD parteitaktische Verpflichtungen höher bewertet, als den Schutz der Tiere. Sämtliche im Ausschuss von Delfinarien-Befürwortern getätigten Aussagen entbehren jeglichem Sachverstand. Chlorwasser sei besser für Delfine als Meerwasser. Fünf Meter tiefe Becken würden ausreichen. Wind und Regen sei überflüssig für die Tiere. Es ist traurig, wie skrupellos manche Politiker sind.“


Mit unserem Antrag forderten wir:

  1. Die Haltung von Delphinen soll in nordrhein-westfälischen Zoos mit einer angemessenen Übergangsfrist verboten werden;
  2. Bei den derzeit in nordrhein-westfälischen Zoos lebenden Delphinen soll die Möglichkeit der Auswilderung ermittelt werden. Dabei sollen eingezäunte Meeresbuchten in Betracht gezogen werden, bei denen Tierpfleger die Delfine betreuen.
  3. Eine Bundesratsinitiative zum deutschlandweiten Verbot von Delphinarien


Antrag im Download:
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-4956.pdf







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