Neue Sicherheitszonen für AKW-Unfälle gefordert


Nuklearkarte Gronau

05.06.14
UmweltUmwelt, Wirtschaft, NRW, Bewegungen 

 

Von BBU

- Atomkraftgegner fordern Initiative von Landesregierung

- „Atomkraftwerke stilllegen ist der beste Schutz“

Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern von der Landesregierung als Konsequenz auf die geplante Ausweitung der Sicherheitszonen rund um Atomkraftwerke eine politische Initiative, um eine sofortige Stilllegung der benachbarten Atomkraftwerke in Lingen (Emsland), Grohnde (Weser) und Tihange (Belgien) zu erreichen. In der Antwort auf die Kleine Anfrage der Piraten hatte die Landesregierung dies mit der fehlenden Zuständigkeit abgelehnt (Landtags-Drucksache 16-5953).

 

„Noch gestern hat der Landtag – zu Recht – gegen das geplante Fracking in den benachbarten Niederlanden protestiert. Dann muss es auch möglich sein, in Hannover, Berlin und Brüssel die Stilllegung der benachbarten Atomkraftwerke zu fordern. Das wäre der wirksamste Katastrophenschutz, anstatt jetzt Jodtabletten zu ordern und Evakuierungsszenarien auszuarbeiten. Die Landesregierung muss aktiv werden,“ forderte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

 

„Es ist erschreckend, dass fast halb NRW im 100-km-Radius der drei benachbarten AKW-Standorte liegt. Und es darf nicht vergessen werden, dass hier in NRW – im westfälischen Gronau – das Uran angereichert wird, das dann in den Brennelementen womöglich just in diesen AKW zum Einsatz kommt. Auch hier muss die Landesregierung als Atomaufsicht endlich klare Kante zeigen und die Urananreicherung in Gronau beenden,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

14. Juni: Demo in Hannover zur Stilllegung des AKW Grohnde

 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) rufen gemeinsam mit ostwestfälischen und niedersächsischen Initiativen für den 14. Juni zu einer Demonstration in Hannover gegen das AKW Grohnde auf. In Grohnde sind in letzter Zeit schwerwiegende technische Probleme aufgetaucht und der Reaktor liegt derzeit still. Weitere Infos zu Grohnde: www.grohnde-kampagne.de

 

 

15. Juni: Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen in Münster

 

Am Sonntag, 15. Juni, treffen sich die Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW in Münster zur nächsten Landeskonferenz, um über die aktuellen Entwicklungen sowie gemeinsame Aktivitäten im zweiten Halbjahr zu beraten. Dabei wird es unter anderem um die Stilllegung der AKW Grohnde, Lingen und Tihange gehen sowie um die in der zweiten Jahreshälfte geplante Inbetriebnahme des ersten Dauer-Zwischenlagers für Uranmüll in Gronau. Auch die Reaktorforschung und die Castor-Lagerung in Jülich werden auf der Tagesordnung stehen.

 

Weitere Infos: www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.bbu-online.de     

 







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