Erneut Klimaaktivistin wegen Moorburg-Protesten vor Gericht


17.03.09
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hamburg, TopNews 

 

Gegenstrom08: "Ziviler Ungehorsam gegen Kraftwerksneubau ist legitim und notwendig!"

Zu den anstehenden Prozessen gegen KlimaaktivistInnen wegen der Proteste gegen den Bau des Kohlekraftwerks Moorburg (Do 19.03. 14:00 Amtsgericht HH-Harburg Saal 211) erklärt die Aktion Gegenstrom08:

Während Vattenfall in Moorburg weiter gegen den Mehrheitswillen der Hamburger Bevölkerung ein neues Kohlekraftwerk baut, werden diejenigen angeklagt, die sich dieser undemokratischen und unökologischen Energiepolitik widersetzen.

Am Donnerstag findet der erste in einer Reihe von Prozessen wegen Hausfriedensbruchs statt. Angeklagt ist eine Aktivistin, die sich an der Besetzung der Baustelle am 20.August des letzten Jahres beteiligt haben soll. "Es ist ein Skandal, dass Vattenfall KlimaschützerInnen per Strafantrag verfolgen lassen kann. Vielmehr gehört dieses Unternehmen wegen seiner unsozialen und klimazerstörenden Geschäftspolitik auf die Anklagebank!" erklärt die Angeklagte Franziska Wittig dazu.

Sie hat gegen einen Strafbefehl von 500 Euro Widerstand eingelegt und will das Verfahren nutzen, um den Widerstand gegen den Bau des Kraftwerks fortzusetzen. "Das Kohlekraftwerk ist noch lange nicht am Netz - die Anti-AKW-Bewegung hat gezeigt, dass ein langer Atem sich lohnt." begründet sie ihren beharrlichen Einsatz.

Das Kraftwerk Moorburg würde den CO2-Ausstoß der Stadt um 40 Prozent erhöhen und die Stadtteile mit der höchsten Kinderdichte Hamburgs massiv mit Feinstaub belasten. "Gegen dieses Wahnsinnsprojekt bleibt Ziviler Ungehorsam legitim und notwendig. Wo demokratische Prozesse keinen Einfluss haben, werden wir als KlimaaktivistInnen weiter Widerstand leisten.", erklärt Felix Pithan von Gegenstrom08. "Vattenfall kann weiter mit uns rechnen"

Am 25.03. steht ein weiterer Prozess gegen einen Klimaaktivisten an. Dieser hatte an einer Kundgebung vor der Kraftwerksbaustelle teilgenommen, die von der Polizei rechtswidrig aufgelöst wurde. Gegen einen Bußgeldbescheid über 100 Euro plus Gebühren hat er Widerspruch eingelegt, so dass es jetzt zur Verhandlung kommt.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz