VIER PFOTEN deckt illegale Bärenkämpfe in der Ukraine auf

23.07.13
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von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

Internationaler Tiernahrungshersteller ROYAL CANIN als Sponsor in Bärenkämpfe involviert

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN deckt Skandalöses auf: Der global ag- ierende französische Hersteller von Hunde- und Katzennahrung 'ROYAL CANIN' hat in den ver- gangenen Monaten illegale und brutale Bären- kämpfe in der Ukraine gesponsert.

VIER PFOTEN ist im Besitz eines Videos, das einen von 'ROYAL CANIN' gesponserten Wettbewerb dokumentiert, der im April 2013 in einem Waldstück in der Nähe von Winnyzja, Ukraine stattfand. Über mehrere Stunden werden vor Publikum auf einen angeketteten Braunbären im Abstand von etwa zehn Minuten jeweils zwei bis drei Jagdhunde gehetzt. Die Hunde sollen den Bären angreifen und beißen.

Dieser ist nahezu wehrlos. Er kann sich nicht frei bewegen, sondern ist an einer Kette befestigt, die mit einem Seil über ihm verbunden ist. Am anderen Ende der Kette stehen mehrere Männer, die jede Bewegung des Bären kontrollieren und ihn über den Kampf- platz zerren. Ein Punktrichter vergibt Punkte für jeden einzelnen Hund. Auf die Besitzer der aggressivsten Hunde warten mit dem 'ROYAL CANIN'-Logo gebrandete Pokale.

Vier- bis sechsmal im Jahr finden solche Wettbe- werbe in speziellen Trainingscamps für Jagdhun- de in der Ukraine statt. VIER PFOTEN kann be- legen, dass 'ROYAL CANIN' in den letzten Mona- ten mehrere dieser grausamen Veranstaltungen in der Ukraine gesponsert hat, 'ROYAL CANIN' bestätigte gegenüber VIER PFOTEN die Involvi- erung in das Event im April, verweigert aber jegliches Gespräch.

VIER PFOTEN fordert 'ROYAL CANIN' auf, nicht nur das Sponsoring dieser tierquälerischen Wett- bewerbe ein für allemal zu stoppen, sondern Verantwortung für die Zukunft der gequälten Tiere zu übernehmen.

„Der Konzern wirbt mit dem Leitsatz ‚Wissen und Respekt vor der Natur unserer Haus- tiere’ und stellt das Wohlbefinden von Haustieren in den Fokus seiner Unternehmens- philosophie“,
sagt Dr. Amir Khalil, Tierarzt und Projektleiter bei VIER PFOTEN.
„Mit dem Sponsoring von grausamen Bärenkämpfen degradiert 'ROYAL CANIN' Wildtiere wie Braunbären zu Tieren zweiter Klasse.“

Diese Art von Wettbewerb mit Braunbären ist illegal. In der Ukraine sind Braunbären per Gesetz geschützt. Darüber hinaus sind sämtliche Aktivitäten, die einem in Gefangen- schaft gehaltenen Bären Schmerzen und Leid zufügen, verboten. VIER PFOTEN drängt die zuständigen Behörden zur unmittelbaren Reaktion.

„Es reicht nicht aus, dass sich 'ROYAL CANIN' verbal von solchen Aktivitäten distanziert. Der Konzern muss Verantwortung übernehmen und die Sicherstellung eines tierge- rechten Lebens für die betroffenen Bären unterstützen“, betont Dr. Khalil und fügt hinzu: „Die Regierung hat VIER PFOTEN bereits gebeten, ihr bei der Umsetzung eines Projekts zur tiergerechten Unterbringung der Bären behilflich zu sein.“

Nach Schätzungen von VIER PFOTEN gibt es in der Ukraine zwischen 15 und 20 Kampf- bären. Sie leben qualvoll in winzigen Käfigen auf bloßem Betonboden und dürfen diese nur verlassen, um zu Trainingszwecken oder bei Wettbewerben von Jagdhunden ange- griffen zu werden. Sie erhalten meist viel zu wenig Futter und Wasser, damit sie ein schwacher Gegner für die Hunde sind. Den meisten wurden außerdem die Krallen gezogen.

Kampfbären stammen aus Zoos, Zirkussen oder aus der freien Wildbahn. Sie wurden im Alter von nur wenigen Monaten ihrer Mutter weggenommen. Wie qualvoll das für Mutter und Kind ist, hat VIER PFOTEN im vergangenen Jahr in einem Video dokumentiert. Skrupellose Tierhändler hatten im Mai 2012 die laut schreiende, erst vier Monate alte Bärin Nastia im Zoo Lutsk ihrer Mutter brutal entrissen, sie in eine winzige Kiste ge- zwängt und nach Winnyzja gebracht. Die Tierschutzorganisation konnte sie im Juli 2012 aus den Händen der Tierhändler befreien und zurück zur Mutter bringen.
Im November 2012 durfte Nastia in die von VIER PFOTEN neu erbaute Bärenstation Nadiya in Zhytomyr umziehen. In der Bärenstation ist noch Platz für mindestens zwei weitere Bären.

Bitte unterzeichnen Sie die Petition für ein Ende der Bärenkämpfe unter
www.vier-pfoten.org/royalcanin

Footage und Bilder über den Wettbewerb bei Winnyzja, O-Töne mit Hintergrund- informationen von VIER PFOTEN Projektleiter Dr. Amir Khalil sowie Footage und Bilder über Nastias Schicksal stehen auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung.

Hier finden Sie einen kurzen Film sowie Fotos über den Bärenkampf in der Nähe von Winnyzja:

Video zum Bärenkampf unter:
http://youtu.be/pGlryQ7Yy6o

Fotos zum Bärenkampf unter:
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=0IMWOdUN&p=FeQtbhMB

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg

www.vier-pfoten.de


VON: VIER PFOTEN – STIFTUNG FÜR TIERSCHUTZ






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