Was macht Gronauer Uranmüll in Russland?


Bildmontage: HF

15.09.11
UmweltUmwelt, Internationales, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

von Gronauer Trägerkreis "Gronauer Ostermarsch"

Informationsveranstaltung am Samstagabend, 17. September, in Gronau


In Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanla­gen lädt der Gronauer Trägerkreis "Gronauer Ostermarsch" für Samstagabend (17. September) zu einer Informationsveranstaltung in das Hotel Bergesbuer in Gronau ein, Ochtruper Str. 161. Beginn ist um 20.00 Uhr.

Themen der Veranstaltung sind die russischen Atomfabriken  und Atomkraftwerke, die Gefahren der radioaktiven Strahlung und der Verbleib des Uranmülls, der in den letzten Jahren nach Russland exportiert wurde.  Die Gäste der Veranstaltung reisen extra aus St. Petersburg und aus Tscheljabinsk an.  Außerdem wird bei der Veranstaltung allgemein über die Gronauer Urananreicherungsanlage, den Widerstand dagegen und über den möglichen Verkauf der RWE- und E.ON-Anteile am Betreiberkonzern Urenco informiert.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Rund 30.000 Tonnen Uranmüll exportierte der Urenco-Konzern, der die Gronauer Urananreicherungsanlage betreibt, seit etwa Mitte der 90er Jahre von Gronau nach Russland. Dort lagert das Material in verschiedenen Atomzentren auf großen Flächen, ebenso wie in Gronau, in Containern  unter freiem Himmel und gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung. Dass die dortige Bevölkerung über den  Atommüll aus Gronau nicht glücklich ist, ist verständlich.

Aktuell wird jetzt Uranmüll von Gronau nach Frankreich transportiert und neben der Gronauer Urananreicherungsanlage wurde mit ersten Arbeiten zum Bau einer Halle für 60.000 Tonnen Uranmüll begonnen. Weltweit gibt es kein sicheres Atommüll-Endlager. Nur der weltweite und sofortige Ausstieg aus der Atomenergie kann dazu beitragen, dass die Atommüllberge nicht weiter wachsen.

Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten die Anti-Atomkraft-Initiativen interna­tional miteinander, denn: Auch Radioaktivität kennt keine Grenzen!

Bei der Veranstaltung im Hotel Bergesbuer kommen gleich drei Gäste aus Russland zu Wort:

Rashid Alimov (31) engagiert sich bei der Gruppe “Öko-Perestroika” und kommt aus St. Petersburg. Er enga­giert sich grundsätzlich gegen die Nutzung der Atomenergie und ist ein engagierter Kritiker der inzwischen gestoppten Atommülltrans­porte von Gronau nach Russland gewesen. Er war Ostern Kundgebungsredner beim Gronauer Ostermarsch.

Natalia Mironowa (65) stammt aus Tscheljabinsk am Ural. Seit 1989 ist sie die Vorsitzende der Organisation „Movement for Nuclear Safety“, die sich für einen Ausstieg Russlands und anderer Länder aus der Atomenergie einsetzt. Einer der größten Erfolge dieser Bewegung war die Verhinderung der Anlieferung  von ungarischem Atommüll nach Tscheljabinsk. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist ihr Ein­satz für die Opfer der Atomkatastrophen von Tscheljabinsk.

Andrey Talevlin (38) stammt ebenfalls aus Tscheljabinsk, ist Rechtsanwalt und hat sich seit Jahren auf Um­weltrecht spezialisiert. Als Anwalt vertrat er in zahlreichen Prozessen russische Umweltschützer, die gegen den Import von ausländischem Atommüll kämpften. Tscheljabinsk ist übrigens 270 km von Nowouralsk entfernt. Auch dort lagert Uranmüll aus Gronau.

In der Nähe von Tscheljabinsk befinden sich das geheime Atomwaffenzentrum Tscheljabinsk 70 und das Atomzentrum Majak. 2010 konnte der Transport von Atommüll von Ahaus nach Majak verhindert werden.

Weitere Informationen über die Gronauer Urananreicherungsanlage und über das Protestcamp, das vom 17. bis zum 18. September in Gronau stattfindet, gibt es im Internet unter www.aku-gronau.de und www.urantransport.de
Informationen über internationale Proteste am Wochenende unter
www.stop-tihange.org

 


VON: GRONAUER TRÄGERKREIS "GRONAUER OSTERMARSCH"






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz