PETA USA stürmt Sitzungssaal von Hermès und fordert Verkaufsstopp von Exotenleder – lebensgroße „Strauße“ umstellen Gebäude

31.05.16
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Internationale Ermittlung zeigt, wie Tiere für „Luxus“-Handtaschen und Uhrenarmbänder leiden und qualvoll getötet werden

Von PETA

Heute Vormittag forderte eine Vertreterin von PETA USA das Modeunternehmen Hermès bei seiner Jahreshauptversammlung auf, in Zukunft kein Exotenleder mehr zu verkaufen. PETA USA hatte im April Aktien von Hermès gekauft, um so vom Sitzungssaal aus Druck auf das Unternehmen auswirken zu können. Dieser Schachzug erfolgte auf den ersten Enthüllungsbericht aus der Straußenindustrie aller Zeiten, den PETA zuvor veröffentlicht hatte. Er zeigt, wie junge Strauße Elektroschocks erhalten und geschlagen werden, bevor Arbeiter ihnen die Kehle durchschneiden. Vor dem Versammlungsgebäude protestierten lebensgroße „Strauße“ gegen das von Hermès verwendete Exotenleder und die damit verbundene Tierquälerei.

„Hinter jeder mit Beulen übersäten Handtasche von Hermès steht ein empfindsamer junger Strauß, den man in einem schäbigen und beängstigenden Schlachthof kopfüber aufgehängt, getötet und gerupft hat“, so Isabelle Goetz, Sprecherin von PETA France. „PETA fordert Hermès deshalb auf, nie mehr Exotenleder zu verwenden.“

PETAs Motto lautet in Teilen: „Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen.“ Die Organisation konnte im Rahmen der Ermittlung aufzeigen, wie junge Strauße in kahlen, dreckigen Pferchen gehalten und schließlich mit nur einem Jahr zum Schlachthof gekarrt werden. Dort angekommen, steckt man die Tiere kopfüber in einen Betäubungsapparat, schneidet ihnen die Kehle durch und reißt ihnen die Federn aus. So entsteht die beulige Hautoberfläche, die man von den Hermès-Taschen kennt.

In freier Wildbahn teilen sich Strauße die elterlichen Pflichten und die Babys bleiben bis zu drei Jahre lang bei ihren Müttern und Vätern. Auf Straußenfarmen hingegen lernen die Küken ihre Eltern nicht einmal kennen. Wildlebende Strauße können bis zu 40 Jahre alt werden – in der Straußenindustrie werden sie jedoch mit nur einem Jahr getötet.







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