2011 ist das Internationale Jahr der Wälder


24.12.10
UmweltUmwelt 

 

Waldschutz ist Artenschutz. - Pro Wildlife fordert Umdenken beim Waldschutz

München, 22. Dezember 2010. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife nimmt das „Internationale UN-Jahr der Wälder 2011“zum Anlass, die Menschen für einen besseren Schutz der Urwälder zu gewinnen. „Urwälder sind die Lunge der Erde und die Schatzkammern der Artenvielfalt – deshalb müssen wir sie schützen“, sagt Birgit Trinks, Waldexpertin bei Pro Wildlife. „Es gibt keinen besseren Klimaschutz als die Urwälder zu erhalten. Und es gibt keine bessere Artenschutzmaßnahme, als den Tieren ihren Lebensraum zu bewahren“. Für viele Produkte des täglichen Bedarfs wird direkt oder indirekt Wald vernichtet. In einer Informationskampagne klärt Pro Wildlife im Jahr der Wälder Verbraucher darüber auf, für welche Erzeugnisse Urwälder abgeholzt werden und zeigt umweltfreundliche Alternativen auf. Mit Waldschutzprojekten in Madagaskar und Kamerun trägt Pro Wildlife zum unmittelbaren Schutz intakter Urwälder bei.

Plantagen sind kein Wald

Jede Minute gehen Waldflächen in der Größe von 36 Fußballfeldern dauerhaft verloren. Die Vereinten Nationen haben deshalb das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Während viele Regierungen und Industrien in Wäldern eine reine Rohstoffquelle sehen und die Nutzung von Holz im Vordergrund steht, ist Wald aus Sicht von Natur-und Artenschützern weit mehr: Wälder bieten Lebensräume für etwa zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde. Die Abholzung der Urwälder für landwirtschaftliche Flächen, illegale Holzgewinnung oder Bebauung ist verantwortlich für den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt: Täglich sterben in den Tropenwäldern bis zu hundert Arten. Selbst wenn gerodeter Wald für Plantagen wiederaufgeforstet wird, bieten diese monotonen Flächen Wildtieren keinen geeigneten Lebensraum mehr. „Wälder sind weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Sie sind fragile Ökosysteme, die für unser aller Überleben unentbehrlich sind“, so Trinks.

Jeder kann zum Schutz der Wälder beitragen

Sind Gartenmöbel aus Plantagenholz umweltfreundlich? Auf welche Holzsiegel ist Verlass? Warum sollte ich Produkte ohne Palmöl kaufen? Die Verwirrung bei Verbrauchern ist groß. „Wir wollen im Jahr der Wälder mit verbreiteten Öko-Irrtümern rund um das Thema Wald aufräumen und die Verbraucher informieren, damit sie sich nicht von dubiosen Siegeln und Nachhaltigkeitszertifikaten täuschen lassen“, sagt Trinks. „Denn wenn wir hier unseren Konsum ändern, können wir dazu beitragen, dass entfernter Urwald Lebensraum für Tiere bleibt und nicht bei uns als Terrassenmöbel, im Brotaufstrich oder als Klopapier endet.“







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