BBU warnt vor Nuklearmaterial


Bildmontage: HF

11.07.14
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BBU

(Bonn, 10.07.2014) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat vor der weiteren Verbreitung von Nuklearmaterial und Atomtechnikgewarnt. Damit reagiert der BBU auf Meldungen, dass die ISIS im Irak 40 Kilogramm uranhaltige Substanzen erbeutet hat. "In Relation zu den weltweiten Uranbeständen wirken 40 Kilo Uran nicht sonderlich gefährlich. Doch auch mit 40 Kilo Uran können erhebliche Verseuchungen verursacht werden“, so der BBU.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung warnt seit Jahren davor, dass schon mit relativ geringen Nuklearmengen sogenannte "schmutzige Atombomben" hergestellt werden können. Das dafür erforderliche Material ist oft schlecht gesichert. Es kann in Forschungseinrichtungen, Industrieanlagen oder Krankenhäusern entwendet werden. Technisch ist es zudem leichter, eine "schmutzige Atombombe" zu bauen als eine "echte" Atombombe. Für "schmutzige Atombomben" ist weder angereichertes Uran noch Plutonium erforderlich.

Mit Blick auf die Sicherheit der Uranbestände in der Bundesrepublik Deutschland kritisiert der BBU die Situation bei der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau. Hier wird hochgefährliches Uranhexafluorid in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Und dabei geht es nicht um 40 Kilogramm - in dem Freiluftlager dürfen über 40.000 Tonnen Uranhexafluorid gelagert werden. Ein Schutz vor Diebstahl oder Sabotage ist nicht gegeben: Die Container sind nicht von Betonzäunen oder Wassergräben umgeben. Sie sind nur von Maschendraht umzäunt, mit dem normalerweise Hühnergehege eingezäunt werden.

Beweisfoto: Simpler Maschendrahtzaun an der Urananreicherungsanlage:

www.anti-atom-aktuell.de/fotos/20110425_gronau-t25-fs/slides/K5P01553.html

Der BBU verurteilt jegliche militärische und terroristische Nutzung von Uran und Plutonium und fordert zudem die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomfabriken. "Es darf nicht ständig weiterer Atommüll produziert werden, der letztlich auch zur Waffenproduktion verwendet werden kann", so Udo Buchholz vom BBU-Vorstand.

 







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