Schilddrüsenkrebs bei Kindern

05.09.13
UmweltUmwelt, Internationales, News 

 

von Reinhold Schramm (Bereitstellung)

– erste sichtbare Folge der japanischen Atomkatastrophe

Die erschreckende Zunahme von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in der japanischen Präfektur Fukushima bestärkt die Befürchtung der Ärzteorganisation IPPNW, dass in den kommenden Jahren eine außerordentliche Zahl weiterer Krebsfälle zu erwarten ist.

Bisher wurden in der Präfektur insgesamt 192.886 Kindern auf Schilddrüsenkrebs untersucht. Bei ungefähr 44 Prozent fanden die Mediziner im Ultraschall Auffälligkeiten. Mehr als 100.000 Kinder aus weiter entfernten Ortschaften warten immer noch auf ihre Erstuntersuchung. 1.280 Kinder mit auffälligen Befunden wurden für Zweituntersuchungen einbestellt, aber 655 von diesen Kindern wurden bislang noch nicht nachuntersucht.

„Kindern mit Schilddrüsenkrebs muss in einer aufwändigen Operation die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Sie müssen nicht nur für den Rest ihres Lebens Schilddrüsenhormone schlucken, die mittels regelmäßiger Blutuntersuchungen genau eingestellt werden, sondern auch regelmäßig zu Nachsorgeuntersuchungen kommen, da die Rezidive nicht selten sind“, erklärt der Kinderarzt Dr. Alex Rosen (IPPNW).

Schilddrüsenkrebs ist nicht die einzige gesundheitliche Folge, auch Leukämien, solide Tumore und andere Formen von Krebs, eine Schwächung des Immunsystems, Schwangerschaftskomplikationen, Fehlbildungen und Fehlgeburten können als Folge der Nuklearkatastrophe in Fukushima erwartet werden. (Vgl.)

Quelle: IPPNW.DE | Presse 2013: Schilddrüsenkrebs in Fukushima - erste sichtbare Folge der Atomkatastrophe?
www.ippnw.de/presse/presse-2013/artikel/3f26764b8c/schilddruesenkrebs-in-fukushima-er.html







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz