Interventionistische Linke solidarisiert sich mit der Waldbesetzung in Grünheide und ruft zu Protesten gegen Tesla auf

18.02.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Brandenburg, TopNews 

 

Von IL

Am Wochenende konnte eine Klage der Grünen Liga Brandenburg die Rodungsarbeiten von Tesla vorerst stoppen. Daraufhin besetzen am 17. Februar 2020 Aktivist*innen bedrohte Bäume in der Nähe von Grünheide und wurden noch am Nachmittag.

"Als Interventionistische Linke solidarisieren wir uns mit der Waldbesetzung und unterstützen die Proteste von Anwohner*innen und Umweltverbände. Es ist ein Skandal, dass ein Grünes Umweltministerium die Profitinteressen eines Autokonzerns vor Umweltfragen stellt," so Jonas Bauer von der Interventionistischen Linken Berlin.

Die Interventionistische Linke ruft deshalb alle klimabewegten Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, am Samstag, den 22. Februar 2020, um 11 Uhr nach Grünheide zu kommen, um die Waldbesetzung und die Proteste der lokalen Bürger*inneninitiative zu unterstützen.

"Gemeinsam werden wir Teslas Giga-Factory verhindern."

Die positive Wahrnehmnung Teslas in der Öffentlichkeit beruht auf Desinformation und erfolgreichem Greenwashing. Die Giga-Factory bei Grünheide soll bis zu 500.000 SUVs pro Jahr fertigstellen - rund 10% der gesamten Automobilproduktion in Deutschland. Tesla leitet in Grünheide nicht die dringend nötige Verkehrswende ein, sondern baut Luxuskarossen, die in nur 2,9 Sekunden von Null auf Hundert km/h beschleunigen und deren Preis mit ca. 55.000 Euro etwa zwei durchschnittlichen Jahresgehältern eines Vollzeitbeschäftigten in Brandenburg entspricht. Ihr CO2-Ausstoß liegt nur geringfügig unter dem eines Benziner-PKWs und der Ressourcenverbrauch in der Produktion ist deutlich höher.

"Tesla ist der Beweis dafür, dass ein Umstieg auf Elektromobilität eine echte Verkehrswende blockiert. Eine bloße Ersetzung von Verbrennungsmotoren durch Elektroantriebe bringt nichts. Mit der Dominanz des Individualverkehrs auf der Straße muss grundsätzlich gebrochen werden! Wir brauchen weniger Autos statt mehr. Statt neuer Investitionen in tödliche Drecksschleudern und Luxuskarossen für Besserverdienende brauchen wir nach Jahrzehnten der Privatisierung und Austerität massive öffentliche Investitionen in ein sozial-inklusives und nachhaltiges öffentliches Verkehrswesen, das der demokratischen Kontrolle der lokalen Bevölkerung unterliegt." so Jonas Bauer. 







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