Tierschutzpartei: Böllerverbot in Großstädten der richtige Weg

08.01.19
UmweltUmwelt, NRW, Ruhrgebiet, News 

 

Ratsgruppe Essen mit formeller Ratsanfrage

Von Tierschutzpartei NRW

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz Landesverband NRW - Tierschutzpartei - begrüßt die Ankündigung der Deutschen Umwelthilfe, ein Böllerverbot in deutschen Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung notfalls einzuklagen.

"Als Tierschutzpartei fordern wir seit Jahren ein Böllerverbot zum Schutz von Umwelt, Menschen und Tieren. Das Ausmaß der traditionell begründeten, aber nicht mehr zeitgemäßen Böllerei und Privatfeuerwerke inzwischen an mehreren Tagen rund um das Silvesterfest ist nicht akzeptabel," betont die Landesvorsitzende der Tierschutzpartei Sandra Lück.

Zahlen des Bundesumweltamtes

Nach Angaben des Bundesumweltamtes war am ersten Tag des neuen Jahres die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Konkret wurden laut Bundesumweltamt ca. 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Dies entspricht einer Menge, die sonst in knapp zwei Monaten durch den gesamten Straßenverkehr produziert wird.

"Die Forderung der Umwelthilfe nach einem Verbot privater Böllereien und Feuerwerke sowie zentral veranstalteter Feuerwerke der Städte in deren verantwortlicher Trägerschaft ist ein erster Schritt", unterstreicht Landesgeschäftsführer Reiner Lück die weitergehenden Vorstellungen der Tierschutzpartei. Letztlich gehe es um eine wissenschaftlich abgesicherte Prüfung, wie Schäden für Menschen und Tiere durch die Belastung des Stadtklimas, für die Tiere aber auch unter dem Gesichtspunkt der Traumatisierung durch den für feinsinnige Tierohren unerträglichen Lärm zukünftig vermieden werden könnten.

Aktion der Tierschutzpartei in den Rathäusern des Ruhrgebietes Die Tierschutzpartei flankiert die Ankündigung der Umwelthilfe mit einer bereits Anfang Januar gestarteten Aktion. So hat die Ratsgruppe der Tierschutzpartei im Rat der Stadt Essen über ihre Sprecherin Elisabeth-Maria van Heesch per formeller Ratsanfrage den Oberbürgermeister aufgefordert zur Erteilung umfangreicher detailierter Informationen zur Belastungslage für Essen durch die Silvesterböllerei 2018/2019 und daraus seitens der Stadtverwaltung für das kommende Silvesterfest angedachter Konsequenzen.

In anderen Ruhrgebietsstädten werden die Stadtverwaltungen und Oberbürgermeister entsprechend seitens der Tierschutzpartei per Bürgeranfragen und Bürgerbeschwerden mit gleichgerichteten Informationsanforderungen konfrontiert.

"Wir lassen hier nicht locker. Das Thema ist angesichts des Ausmaßes der Umweltbelastung sowie des Schadenspotentials aber auch der tatsächlich realisierten Schäden zulasten von Menschen und Tieren durch Feuerwerkskörper, Feinstaub und Lärm von zu großer Bedeutung, als dass hier schlicht die Karte der persönlichen Freiheitsrechte gezogen werden könnte, so wie es aktuell die FDP in einer Kampagne tut. Eine freiheitliche Demokratie lebt immer auch vom verantwortlichen Handeln der Bürgerschaft und Verwaltungsstellen, vom Respekt vor dem Allgemeingut und der Gesundheit aller Lebewesen in einer Kommune," so Sandra Lück.

 







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