Sonntag, 13.9.: Uranmüll-Fahrraddemo in Münster / Neuer Uranmüllzug

12.09.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BBU

Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) rufen zusammen mit der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster für jetzt Sonntag, 13. September, um 14 Uhr zu einer Fahrrad-Demo in Münster auf. Startpunkt ist der Berliner Platz vor dem Hauptbahnhof. Die Demo wendet sich gegen den für Montag, 14. September, erwarteten nächsten Uranmüllzug mit rund 600 t Uranhexafluorid von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Russland.

Angesichts der sehr schlechten Menschenrechtslage in Russland und dem Gift-Anschlag auf Alexej Nawalny fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen von der Bundesregierung die sofortige Aussetzung aller Urangeschäfte zwischen dem Gronauer Urananreicherer Urenco und dem staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom. Dazu gehören neben den Uranmüllexporten auch die jetzt bekannt gewordenen geplanten Exporte von angereichertem Uran aus Gronau zur Produktion von Brennelementen in Russland.

"Wenn es die Bundesregierung ernst meint mit der berechtigten Kritik an der Vergiftung von Alexej Nawalny, dann wäre die Aussetzung der Urangeschäfte zwischen Urenco und Rosatom ein konsequenter Schritt.

Urenco und die deutschen Anteilseigner RWE und EON nutzen derzeit leider aus, dass in Russland demokratische Proteste immer schwerer möglich sind," so Peter Bastian von SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

"Die zeitlich unbefristete Urananreicherung in Gronau widerspricht dem versprochenen Atomausstieg komplett. Städte wie Münster müssen derzeit alle drei Wochen mit der erheblichen Gefahr eines Unfalls der Uranmüllzüge rechnen. Das transportierte Uranhexafluorid bildet schon bei Berührung mit Luftfeuchtigkeit tödliche Flusssäure. Im April hatte deshalb die Stadt Münster bei Urenco protestiert – vergeblich. Es ist dringend Zeit, wenn Urenco und die Bundesregierung endlich angemessen reagieren würden. Uranmüllexporte sind nicht zu rechtfertigen – die Urananreicherung darf in Deutschland keine Zukunft haben," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

 







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