Neujahrs- und 400. Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage am 5. Januar 2020


Bildmontage: HF

03.01.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BBU

Am Sonntag (5. Januar 2020) findet an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) der 400. monatliche Sonntagsspaziergang statt. Traditionell werden sich zu diesem Jubiläum Mitglieder niederländischer und deutscher Umwelt- und Friedensorganisationen treffen. Der Jubiläumsspaziergang ist gleichzeitig der Neujahrsspaziergang. Treffpunkt ist wie immer um 14 Uhr in der Nähe der Hauptzufahrt zur Urananreicherungsanlage (Röntgenstraße 4).

Die höchst umstrittene Uranfabrik wird vom Urenco-Konzern betrieben, an dem auch RWE und E.ON beteiligt sind. Für den Betrieb der Anlage gibt es eine vom NRW-Wirtschaftsministerium ausgestellte unbefristete Betriebsgenehmigung. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Friedensgruppen fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der Anlage, in der in großen Mengen Uranmüll anfällt und in der nach Umbauarbeiten Uran für Atomwaffen produziert werden könnte. Vor 10 Jahren, im Januar 2010, hat sich in der Anlage der bisher schwerste Störfall ereignet. In den letzten Wochen kam der Urenco-Konzern erneut massiv in die Kritik, weil er 2019 wieder Uranmüll nach Russland exportiert hat. Aktuell befinden sich wieder Bahnwaggons auf dem Gronauer Anlagengelände. Unklar ist, wann der nächste Sonderzug mit Uranmüll Richtung Russland starten wird.

Der erste Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage fand als eher spontane Idee Ende September 1986 im Rahmen einer Umweltwoche der Stadt Gronau statt. 1986 hatte sich auch die Atomkatastrophe in Tschernobyl ereignet. Im Okt. 1986 wurde kein Sonntagsspaziergang durchgeführt und seit November 1986 hat bisher an jedem 1. Sonntag im Monat ein Sonntagsspaziergang an der UAA Gronau stattgefunden.

Gronauer Sonntagsspaziergang:

Eine der ältesten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung

Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung.

Unterstützt werden die vielfältigen Aktionen gegen die Urananreicherungsanlage (Demonstrationen, Ostermärsche, Unterschriftensammlungen, Blockaden etc.) immer wieder u. a. vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, vom AKU Schüttorf, von der Bürgerinitiative „Kein Atomüll in Ahaus“, von der Intitiative SOFA Münster (Sofortiger Atomausstieg), vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, von Enschede voor vrede, von der NRW-Landeskonferenz gegen Atomanlagen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, von der Umweltorganisation Robin Wood, vom Bündnis gegen Urantransporte und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW).

 

Weitere Informationen zum Themenkomplex Urenco und Urananreicherungsanlagen:

www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>

www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>

http://urantransport.de

http://www.enschedevoorvrede.nl

https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

https://www.ippnw.de

https://www.laka.org

http://www.wise-uranium.org

http://close-capenhurst.org.uk







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