Kölner Zoo erweckt Tiere in leerstehenden Gehegen mit Augmented Reality zum Leben

19.10.19
UmweltUmwelt, NRW, Köln, News 

 

PETA begrüßt innovatives Projekt

Im Kölner Zoo können Besucher derzeit die App „Snapchat“ nutzen, um Tiere in eigentlich leerstehenden Gehegen zum Leben zu erwecken. Halten sie ihr Smartphone vor ein Schild und scannen einen Code, erscheinen auf dem Display unter anderem Elefanten, Tiger oder Krokodile, die sich dank der Augmented-Reality-Technologie vermeintlich durch das Gehege bewegen. Mit der Aktion will der Zoo für Artenschutz werben. Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:

„PETA begrüßt die Aktion des Kölner Zoos, denn diese zukunftsweisende Technologie könnte nicht nur das Leid der eingesperrten Tiere verhindern, sondern auch einen positiven Beitrag zum Artenschutz leisten. Denn bei einigen Tierarten in Zoos handelt es sich weiterhin um Wildfänge, die durch solche Augmented-Reality-Projekte überflüssig würden. Zudem zeigen reale Tiere in Zoos ein unnatürliches Verhalten. Besucher lernen beim Anblick von verhaltensgestörten Tieren nichts über deren wahre Bedürfnisse und Lebensweisen. Oft versuchen Zoos, die Gefangenhaltung von Tieren mit dem Artenschutz zu begründen, doch viele in einem deutschen Zoo geborene Tierarten, wie etwa Großkatzen oder Menschenaffen, können verhaltensbedingt nicht wieder ausgewildert werden. Wir hoffen, dass sich die Augmented-Reality-Technologie zügig weiter verbreitet, damit in Zukunft niemand mehr eingesperrte, verhaltensgestörte Tiere im Zoo betrachtet, sondern wir virtuell etwas über Tiere und deren Schutz lernen.“







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