Mahnwache und Demonstration in Lingen für die sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Lingen und anderswo

14.12.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen, TopNews 

 

Von GAL Gronau

Rund 120 Bürgerinnen und Bürger aus Lingen und aus umliegenden Orten haben am Donnerstag (13.12.2018) in Lingen gegen den Weiterbetrieb der Lingener Brennelementefabrik der Framatome/ANF und des Atomkraftwerkes Lingen 2 demonstriert. Auch Mitglieder der Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau nahmen an dem Protest teil. Die Brennelementefabrik in Lingen ist derzeit außer Betrieb, nachdem es dort Ende letzter Woche (am 6.12.18) offenbar eine Explosion mit Brandfolge gegeben hat. Rund 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Erst wenige Stunden vor dem Brand hatte der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) vor weiteren möglichen Störfällen in der umstrittenen Uranfabrik, die auch belgische AKW beliefert, gewarnt. Im November gab es gleich zwei meldepflichtige Vorkommnisse in der schon lange umstrittenen Anlage.

Die Protestaktion begann zunächst mit einer Mahnwache mit Kundgebung am Lingener Bahnhof. Bei der Kundgebung kamen u. a. auch Atomkraftgegner aus Gronau und Ahaus zu Wort. Sie forderten die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo und sprachen sich gegen weitere Castor-Atommülltransporte nach Ahaus aus. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass am Sonntag (16.12.2018) um 14 Uhr ein Weihnachts-Protest-Sonntagsspaziergang am Ahauser Atommülllager stattfinden wird.

Nach der Kundgebung am Bahnhof formierte sich ein spontaner Demonstrationszug zum Neuen Rathaus in Lingen. Dort wurde scharf kritisiert, dass sich der Rat der Stadt Lingen, der am selben Nachmittag getagt hatte, nicht mit dem Brand in der Brennelementefabrik befasst hat. Ebenfalls im Neuen Rathaus tagt am Montag um 17 Uhr der Umweltausschuss der Stadt Lingen. Auf dessen Tagesordnung stehen die jüngsten Störfälle in der Brennelementefabrik sowie die Pläne für ein mögliches Atommüll-Endlager im Emsland.

Die GAL Gronau betont, dass die Zusammenarbeit der Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände über Landes- und Staatsgrenzen hinweg sehr wichtig ist. „Im Euregio-Gebiet gibt es beiderseits der Grenze zahlreiche unterschiedliche Atomanlagen und damit verbunden viele Atomtransporte. Es ist erfreulich, dass sich Rat und Verwaltung der Stadt Ahaus jetzt mit Nachdruck juristisch gegen weitere Castor-Atommüll-Transporte nach Ahaus wehren. Kommunen aus dem ganzen Euregiogebiet sollten Ahaus dabei unterstützen, auch die Stadt Gronau“, so GAL-Ratsmitglied Udo Buchholz.

Weitere Informationen …

… über die Störfälle in der Lingener Brennelementefabrik:

https://bbu-online.de/Presse.htm

… über den kommenden Sonntagsspaziergang in Ahaus:

https://www.bi-ahaus.de

… über die Tagesordnung des Lingener Umweltausschusses am 17.12.18:

https://lingen.ratsinfomanagement.net/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZe5_rSn26yc2VqBcUf08CKk

Informationen über die Arbeit der GAL Gronau unter www.galgronau.de







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