101 gefangene Wale in Russland erwartet in Unterhaltungsparks unfassbares Leid:

13.12.18
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PETA appelliert an russischen Umweltminister, Wale wieder freizulassen

Von PETA

PETA verurteilt den Fang von 101 Belugawalen und Orcas in Russland nahe einer Bucht in Wladiwostok. Mutmaßlich illegal der Freiheit entrissen, sollen die Tiere an chinesische Unterhaltungsparks verkauft werden. Die Tierrechtsorganisation intervenierte beim russischen Umweltminister Dmitri Nikolajewitsch Kobylkin und forderte ihn auf, die Tiere wieder zu ihren Familien in den Ozean zurückzubringen. PETA drängt zudem, dass der Fang und die Gefangenschaft von Walen und Delfinen in Russland unverzüglich beendet werden.

„Belugawale und Orcas im Ozean zu fangen, sie ihren Familien zu entreißen, um sie aus reiner Geldgier an Unterhaltungsparks nach China zu verkaufen, ist grausam und inakzeptabel“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Die Wale können dort nur in engen Betonbecken schwimmen, werden seelisch und körperlich krank und sterben oft Jahrzehnte früher als im Ozean.“

Trauriges Schicksal: In Unterhaltungsparks werden die ehemals freilebenden Tiere zu Clowns degradiert, Mütter werden von ihren Babys getrennt und mit Psychopharmaka gegen Aggressionen und Platzangst vollgepumpt. In freier Wildbahn leben Orcas jahrzehntelang in großen Familienverbänden und legen jeden Tag eine Strecke von bis zu 220 Kilometern zurück. In Unterhaltungsparks wie SeaWorld und Loro Parque hingegen werden miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Aus Frustration und Verzweiflung darüber nagen die Tiere an den Betonwänden der Becken und ruinieren sich dabei die Zähne.

Auch Belugas sind ausgesprochen gesellige und soziale Tiere. Sie leben meist in Familienverbänden oder kleinen Gruppen. Normalerweise findet man sie in kleineren Verbänden von etwa zehn Individuen, es werden aber auch vereinzelt Gruppen mit mehr als hundert Tieren beobachtet.

Die Kommunikation der Weißwale erfolgt über akustische Signale. Ihr Repertoire ist ausgesprochen groß und reicht von Brummgeräuschen über Quieklaute bis hin zu Zwitscherlauten in einem Frequenzbereich zwischen 0,7 und 20 Kilohertz. Viele Laute werden beispielsweise von gestrandeten Walen abgegeben und sollen Artgenossen herbeirufen. Aufgrund ihrer Kommunikationsfreude werden Belugas auch „Kanarienvögel der Meere“ genannt.

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

 

Weitere Informationen:
PETA.de/Delfinarien

PETA.de/Tui-Petition

Facebook.com/petazwei/videos/477538946088988







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