Solidarische Banneraktion mit dem Danneröder Wald bei Strabag

29.10.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, Köln, Hessen, TopNews 

 

Von "Straßenbande"

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat eine Gruppe die Banner der Strabag an der Alfred-Schütte-Allee in Köln Poll ersetzt. Nun weht der Spruch „Keine Rodung von Wald für Asphalt (oder es knallt)! #keineA49 #dannibleibt die Strassenbande“ gut sichtbar am Rhein. Diese Aktion steht in Solidarität mit den Besetzungen des Dannenröder und des Herrenwaldes, die für den Bau besagter Autobahn in den kommenden Wochen gerodet werden sollen und zum Teil auch schon wurden. Strabag ist mit dem Bau der stark umstrittenen A49 in Hessen beauftragt worden.

„Dieser unwiederbringlich zerstörte, einmalige Wald ist ein absolutes Warnzeichen an die Politik, die Privatwirtschaft und an die Gesellschaft. Wir müssen unbedingt aufhören, wertvollen Lebensraum für ein veraltetes Verkehrskonzept auszulöschen. Mobilität ja, aber sie muss zukunftsfähig, umsonst, frei von Fossilen und nicht auf Kosten anderer Lebewesen gehen.“ sagt Aktivist*in Lore Frei.

Der Neubau der A49 kostet Deutschland 1,3 Milliarden Euro. Aufgeteilt auf die 61 Kilometer Länge der geplanten Autobahn ist das ein Betrag von

21 Millionen Euro pro einem Kilometer neugebauter Autobahn. Geld, mit dem sich Projekte wie neue Fahrradnetze, ein erweitertes Schienennetz, kostenfreier Nahverkehr finanzieren lassen könnte, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Die Schienen, die überall in Deutschland verrotten oder zurückgebaut werden, können wieder aktiviert werden. So wie auch in Stadtallendorf.

Ferrero braucht keine neuen Autobahn! Aber wir und jede weitere Generation wollen gesunde alte Wälder erleben können!“ führt Lore Frei weiter aus. Neben den vielen Kilometern Neuverdichtung ist Strabag auch mitverantwortlich an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung durch die Zementindustrie unter anderem in Indonesien.







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