Neun Jahre nach der Fukushima-Katastrophe: BBU bekräftigt Forderung nach Atom-Sofortausstieg


Bildmontage: HF

14.03.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von BBU

Anlässlich des 9. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) bekräftigt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) seine Forderung nach dem Sofortausstieg aus der Nutzung der Atomenergie in der Bundesrepublik und auch international. Weiterhin ruft der Verband zur Teilnahme an den zahlreichen Protest- und Gedenkveranstaltung auf, die  in diesen Tagen rund um den Jahrestag der Fukushimakatastrophe vielerorts stattfinden.

Der BBU betont, dass angesichts der ständigen Unfallgefahren in Atomkraftwerken und Atomfabriken sowie der wachsenden Atommüllberge, der Betrieb aller AKW und sonstiger Atomanlagen unverzüglich gestoppt werden muss. „Die Bundesregierung sowie die Landesregierungen sind jetzt in der Verantwortung“, so Udo Buchholz vom Vorstand des BBU. Zudem betontder BBU, dass auch die Uranminen in Afrika, Australien und anderswo, sowie jegliche militärische Erforschung und Erprobung von Atomwaffen unterbunden werden müssen.

Für den BBU, in dem auch viele Anti-Atomkraft-Initiativen organisiert sind, ist es wichtig, dass die Katastrophe in Japan und ihre anhaltenden Folgen nicht in Vergessenheit geraten. Das innige Mitgefühl des BBU gilt nach wie vor den betroffenen Menschen in und um Fukushima und in ganz Japan.

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der BBU hält den Weiterbetrieb von AKW bis z. T. Ende 2022, oder international noch länger, für unverantwortlich und auch die  Uranfabriken in Gronau und Lingen, die Nuklearbrennstoffe für Atomkraftwerke in aller Welt produzieren, müssen nach Auffassung des Verbandes sofort stillgelegt werden.

Schwerpunktaktionen an Atomstandorten gab es bereits z. B. am Sonntag (8.3.) beim AKW Neckarwestheim; Mahnwachen in der Nähe von Atomanlagen gibt es heute u. a. in Lingen sowie in Mosbach, in der Nähe des stillgelegten AKW Obrigheim.

Weitere Termininformationen (unvollständig) unter https://www.bbu-online.de/Termine/Termine.htm

Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erklärte anlässlich des Fukushima-Jahrestages: „Für die Anti-Atomkraft-Bewegung gibt es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viel Arbeit. Das Engagement von Anti-Atomkraft-Initiativen  und Umweltverbänden wie dem BBU wirdnicht enden. Wir müssen immer wieder der Bevölkerung verdeutlichen, dass die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Atomindustrie und deren Gefahren sowie ständige Proteste auf der Straße extrem wichtig sind. Und dabei bleiben auch immer wieder Bündnisse mit anderen Bewegungen wichtig: Mit den Gewerkschaften, mit den Energiewendegruppen, mit der Anti-Kohle-Bewegung und auch mit der Friedensbewegung. Denn gerade bei der Urananreicherung wird deutlich, dass es streng genommen keine Trennung zwischen der militärischen und der sogenannten zivilen Nutzung der Atomenergie gibt. Darum wird auch in diesem Jahr für Karfreitag ein Ostermatsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage geplant.“ https://ostermarsch-gronau.de

 







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