AfD-Anfrage – Hohn und Spott von der Tierschutzpartei

05.09.18
UmweltUmwelt, Antifaschismus, NRW, News 

 

Von Tierschutzpartei NRW

AFD Fraktion NRW gibt über Facebook bekannt, dass ihr tierschutzpolitischer Sprecher Dr. Christian Blex eine Anfrage an die Landesregierung gestellt habe, wie viele Sachkundenachweise in NRW ausgestellt wurden, die das Schächten mit vorheriger Elektrobetäubung erlauben.

Das Töten bei lebendigem Leib (nach Betäubung) sei in Deutschland verboten, da der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert sei, so die Aussage.

Hohn und Spott für den öffentlichen Beitrag erntet die AfD dafür von der Bundes- und Landesvorsitzenden der Tierschutzpartei NRW.

„Dr. Blex scheint zu glauben, die 750 Millionen Tiere, die in deutschen Schlachthöfen jährlich zerlegt werden, fallen vor dem Schlachtvorgang freiwillig tot um. Wir raten dem Experten der AfD, die Nutztierverordnung zu lesen, die eine Tötung nach ausreichender Betäubung vorsieht und lediglich das betäubungslose Schlachten verbietet. Wie sonst tötet man ein Tier, wenn nicht bei lebendigem Leib?“ so Sandra Lück, ebenfalls Leiterin des Bundesarbeitskreises gegen Rechtsextremismus.

„Diese peinliche Unkenntnis bezüglich des Tierschutzgesetzes ist mal wieder ein Beleg dafür, dass die AfD das Thema Schächten schlicht für ihre populistischen Zwecke nutzt. Rund 200.000 Rinder und 500.000 Schweine bundesweit erleben ihre Schlachtung, bzw das Brühbad aufgrund der hohen Fehlbetäubungsraten in deutschen Schlachthöfen bei vollem Bewusstsein. 50 Millionen männliche Küken werden in Deutschland jährlich lebendig geschreddert, hochoffiziell. Statt sich aber für eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes und engere Kontrollen einzusetzen, stellt Dr. Blex zuletzt eine besorgte Anfrage, wie viele Angriffe militanter Veganer auf arme und gefährdete Metzger dem Innenministerium bekannt seien.

Wir empfehlen Herrn Blex einen Besuch im Schlachthof und einen Schnellkurs in Glaubwürdigkeit.

Im Übrigen wären wir sehr dankbar, wenn die AfD die Finger vom Tierschutz lässt, bevor von ihr noch mehr Forderungen wie beispielsweise eine Obergrenze und Abschussquote für den Wolf kommen.“







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