Bauern, Bienen, Klima


31.05.19
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Internationales, TopNews 

 

Von WWF

Weltbauerntag: WWF fordert nachhaltige Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik

Anlässlich des Weltbauerntags am 1. Juni und im Nachgang zu der EU-Wahl fordert der WWF Deutschland eine „zügige und nachhaltige Entscheidung des neuen EU-Parlaments zur Gemeinsamen Agrarpolitik“ und damit Planungssicherheit für die Landwirte. Hierzu erklärt Dr. Diana Pretzell, Leiterin Biodiversitätspolitik vom WWF Deutschland:

„Die bisherige Rückwärtsgewandtheit der europäischen Agrarpolitik  ist symptomatisch für Politik, die keine Innovation zeigt. Ihre Unzufriedenheit darüber haben die EU-Bürger bei der aktuellen Wahl gezeigt. Gerade bei der Agrarpolitik können sich die EU-Abgeordneten von tradierten Mustern abwenden und bereits bis Ende des Jahres zeigen, dass sie den Wählerwillen verstanden haben. Noch kurz vor den Wahlen hatten der Umwelt- und der Agrarausschuss des letzten EU-Parlaments zwei grundsätzlich gegensätzliche Vorschläge gemacht. Der innovative Vorschlag des Umweltausschuss sieht vor, 30 Prozent der Agrardirektzahlungen an entsprechende Klima- und Umweltprogramme zu koppeln. Der Agrarausschuss setzte auf ein nicht hinzunehmendes Weiter-Wie-Bisher. 

In einer der ersten Plenarsitzungen sollte das EU-Parlamentdaher mit der Übernahme der wesentlichen Vorschläge des Umweltausschusses eine Position zur Gemeinsamen Agrarpolitik festlegen. Die Zeit für Lippenbekenntnisse für eine Mehr an Biodiversitäts-, Umwelt- und Klimaschutz läuft ab. Von der Bundesregierung erwartet der WWF, dass sie spätestens nach dem vergangenen Wahlsonntag versteht, dass sie einen solchen progressiven Kurs unterstützen muss. Ein Kurs Richtung Innovation verbunden mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollten deshalb ihr Handeln bestimmen.

Nur wenn die Agrarzahlungen endlich eine Landwirtschaft fördern, die das Klima und das natürliche Produktionskapital wie Boden, Wasser und intakte Ökosysteme schützt, werden die Mittel langfristig auch in der Landwirtschaft bleiben.“







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