Beschränkungen von „Exotenbörsen“ und Wildtierhandel heute im Bundestag

17.12.20
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Politik, TopNews 

 

Statement von PETA: „GroKo-Antrag reicht für wirksamen Tier- und Pandemieschutz nicht aus“

Die Bundesregierung will den Handel mit Wildtieren für den Heimtiermarkt stärker regulieren. Im Zuge dessen stimmt heute der Bundestag über den Antrag „Schutz von exotischen Tieren bei Handel und Haltung verbessern – Ursachen für Pandemien bekämpfen“ ab. Dieser sieht vor allem Maßnahmen wie mehr Kontrollen und Beratung vor. In der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses wurde dem Antrag bereits mehrheitlich zugestimmt. Peter Höffken, Fachreferent bei der Tierrechtsorganisation PETA, kommentiert:
 
„Der Antrag ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, denn er bleibt sogar hinter den Vereinbarungen aus dem GroKo-Koalitionsvertrag von 2013 zurück. Börsen mit exotischen Tieren sollen weiterhin erlaubt bleiben, wenn auch mit strengeren Regeln, und auch die Importe von Wildfängen nach Deutschland werden immer noch nicht verboten. Positiv ist, dass wenigstens das anonyme Anbieten von Tieren auf Internetplattformen unterbunden werden soll, ebenso wie der Verkauf von Wildfängen zumindest im Online-Handel und auf Tiermärkten. Aufgrund der häufigen Falschdeklarationen hinsichtlich der Herkunft der Tiere ist dies in der Realität jedoch kaum umzusetzen. Angesichts der auch von der Bundesregierung erkannten Pandemiegefahr durch den ausufernden Wildtierhandel hätte es aber nur eine logische Konsequenz geben dürfen: die Haltung von exotischen Tieren in Privathand komplett zu verbieten. Um die Probleme des Gesundheitsschutzes sowie des Tier- und Artenschutzes in den Griff zu bekommen, sind strengere Regeln für den Handel nicht genug. Das Geschäft mit jährlich hunderttausenden exotischen Tieren, von denen viele beim Transport, in den Verkaufsräumen und in den Wohnzimmern qualvoll sterben, würde trotz des GroKo-Maßnahmenpakets munter weitergehen. Der Wildtierhandel gehört jedoch komplett in die Geschichtsbücher verbannt werden.“

 







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