Europäisches Parlament fordert verpflichtende Registrierung aller Hunde und Katzen


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12.02.20
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Von Vier Pfoten

VIER PFOTEN begrüßt Meilenstein-Entscheidung gegen illegalen Welpenhandel

Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN bezeichnet die heutige Forderung des Europäischen Parlaments nach einem EU-Aktionsplan, der die Strafverfolgung von illegalen Tierhändlern erleichtert, als „Meilenstein im Kampf gegen die europäische Welpenmafia“.

Das Parlament verabschiedete heute einen Antrag, der die Strafverfolgung von illegalen Tierhändlern erleichtert, härtere Sanktionen gegen alle am illegalen Handel Beteiligten verhängt und Zoll- und Veterinärbeamten zusätzliche Kapazitäten zur Aufdeckung von Welpenschmugglern gibt.

„Die verpflichtende Identifizierung und Registrierung aller Katzen und Hunde ist ein Meilenstein im Kampf gegen den illegalen Haustierhandel. Strenge Vorschriften, die Händler daran hindern, illegal importierte und ungeimpfte oder kranke Tiere auf Online-Plattformen zu verkaufen, werden Mensch und Tier gleichermaßen schützen“, sagt Pierre Sultana, Direktor des European Policy Office für VIER PFOTEN in Brüssel. Der Antrag des Parlaments verlangt zusätzlich, dass alle am Leben eines Tieres Beteiligten, insbesondere Züchter, Verkäufer, Tierarzt, Transporteur und Besitzer mit einer Registrierungsnummer in einer Datenbank aufgenommen werden. So soll mehr Transparenz bezüglich der Herkunft der Tiere erreicht werden.

Darüber hinaus soll die Online-Werbung für Haustiere reguliert und somit Käufer von Haustieren vor Betrügern geschützt werden. Die Europäische Kommission sowie die Mitgliedsstaaten sind gefragt, diese vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.

VIER PFOTEN appelliert an die EU-Kommission, endlich angemessene Vorschriften und Kontrollen durchzusetzen, denn „der illegale Haustierhandel verursacht jedes Jahr unsägliches Leid für Millionen von Hunden und Katzen“, so Sultana.

VIER PFOTEN kämpft seit Jahren gegen den illegalen Welpenhandel. Im Antrag des EU Parlaments sind jetzt VIER PFOTEN Forderungen zu finden. In den meisten Mitgliedsstaaten gibt es bereits Regulierungen bezüglich der Identifizierung und Registrierung (I&R) von Hunden und Katzen. Was aber fehlt, sind eine EU-weite Angleichung der I&R-Systeme sowie vernetzte Datenbanken. Der verabschiedete Antrag baut auf dem bestehenden „Koordinierten Kontrollplan der EU“ auf, der sich auf den Online-Verkauf von Hunden und Katzen fokussiert. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen in diesem Plan gehören Partnerschaften zwischen Behörden, Websites, Datenbanken und Tierschutzorganisationen, um gegen irreführende Werbung für Haustiere vorzugehen. Außerdem soll eine verpflichtende Identitätsprüfung für jeden durchgeführt werden, der Haustiere über Online-Plattformen verkauft. „Schätzungsweise 2,4 Millionen Hunde werden jedes Jahr über Europas führende Kleinanzeigen-Websites gehandelt, viele davon aus unklarer Herkunft. Diese Welpen werden unter schlechten, unhygienischen Bedingungen gezüchtet. Einige überleben nicht mehr als ein paar Tage nach dem Kauf. Anonymität treibt den illegalen Welpenhandel nur weiter an. Deshalb ist es umso wichtiger, dass das EU-Parlament diese Schritte unterstützt, gegen Welpenhändler vorgeht und das Bewusstsein der Verbraucher verbessert“, sagt Joanna Randall, Leiterin der Internationalen Heimtierkampagnen bei VIER PFOTEN.

Weitere Informationen zu VIER PFOTEN und dem illegalen Welpenhandel finden Sie hier: www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/heimtiere/illegaler-welpenhandel

 








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