Weltklima brennt: Klimanotstand anerkennen

27.06.19
UmweltUmwelt, Internationales, Politik, News 

 

"Die Staatenwelt ist dabei, das Klima mit Vollgas gegen die Wand zu fahren: Noch nie in der Menschheitsgeschichte war der globale CO2-Ausstoß so hoch wie 2019. Noch nie wurde so viel Öl, Gas und Kohle gefördert und verbrannt wie im Jahr vier nach dem Pariser Klimaabkommen. Die aktuellen Klimaziele reichen nicht aus, um die Erderhitzung zu stoppen und müssen darum deutlich verschärft werden. Um auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen und das Ruder rumzureißen muss jetzt überall, auch in Deutschland, der Klimanotstand anerkannt werden", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Energie- und Klimapolitiker der Linksfraktion anlässlich der heute in Bonn zu Ende gehenden UN-Klimakonferenz.

"Auch hier in Deutschland ist der Klimawandel längst spürbare Realität geworden. Jahr für Jahr werden Hitzerekorde seit Aufzeichnung des Wetters 1881 gebrochen. Alte Menschen können wegen der hohen Temperaturen nicht mehr auf die Straße, allein im letzten Rekordsommer 2018 sind in der deutschen Hauptstadt laut Robert Koch-Institut knapp 500 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben, deutschlandweit über 1000 Tote. Landwirte bleiben auf Milliarden-Ernteausfallschäden sitzen, Flüssen wie der Rhein werden unschiffbar, Autobahnen müssen wegen Hitzeschäden gesperrt werden.

 

Die Klimakrise ist längst da, aber die Bundesregierung macht auf cool. Als Klima-Weckruf stellt die Linksfraktion am letzten Sitzungstag des Deutschen Bundestages vor der Sommerpause einen Antrag zur Anerkennung des Klimanotstandes in Deutschland. Bei allen politischen Entscheidungen muss Klimaschutz prioritär behandelt werden und ganz oben auf die Agenda. Als erste Sofortmaßnahme fordert die Linke die sofortige Abschaltung der 20 dreckigsten Kohlekraftwerke. Ein Klimaschutzgesetz muss verbindlich für alle Ministerien Klimaschutzvorgaben machen. Klimaschutz muss sozial gestaltet werden und darf nicht vom Kontostand abhängen."

 

Den Klimanotstand-Antrag lesen Sie hier:  http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/102/1910290.pdf







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