Video von PETA Asien zeigt Grauen der russischen Pelzproduktion

03.12.19
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Von PETA

Mit Elektroschock getötete Chinchillas, Kaninchen mit abgehackten Köpfen und vor Angst zusammengekauerte Tiere

Mit Beginn der weihnachtlichen Einkaufssaison veröffentlicht PETA erstmals einen Enthüllungsbericht über den russischen Pelzhandel. Das von PETA Asiens Augenzeugen aufgenommene Videomaterial zeigt Grausamkeiten von fünf verschiedenen Farmen. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie ein Arbeiter mit einem Metallrohr auf Kaninchen einschlägt und ihnen bei vollem Bewusstsein die Köpfe abhackt; zudem zeigt das Material, wie Chinchillas mit Elektroschocks getötet werden und Arbeiter den Tieren das Genick brechen. Laut einem Mitarbeiter eines Betriebes verkauft die Farm an Kopenhagen Fur – eigenen Angaben zufolge das größte Pelzauktionshaus weltweit. Ein weiterer untersuchter Betrieb lieferte Felle an das Auktionshaus Saga Furs. PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen haben seit Jahrzehnten immer wieder Tierquälerei auf weltweiten Pelzfarmen aufgedeckt. Die jüngste Enthüllung zeigt, dass sich noch immer nichts geändert hat.

„Konsumenten sollten bedenken, dass hinter jedem Mantel, Kragen und Besatz aus Pelz ein schreiendes Tier, ein dreckiger Metallkäfig und ein Schlachthausboden voller Blut stehen“, so Melanie Hellige, Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland.

Teils waren die Kaninchen noch bei Bewusstsein und zuckten, als ein Arbeiter sie enthauptete. Ihr Blut spritzte auf den Boden und ihre Köpfe wurde in einen Korb voller anderer Köpfe geworfen. All das geschah, während andere Kaninchen zusahen und vor Angst zitterten. Einem Mitarbeiter gelang es nicht, die Elektroden bei einem Chinchilla korrekt anzubringen: das Tier schrie, zuckte und krampfte über eine Minute lang, bevor es schließlich still wurde. Dann brach der Arbeiter ihm das Genick.

Die Tiere wurden in dreckigen Drahtkäfigen gehalten. Einige waren schutzlos den Witterungen ausgeliefert, andere standen in dunklen Räumen. Nerze und Zobel liefen unablässig in ihren Käfigen hin und her – ein Anzeichen von psychischem Leid –, während sich ein Fuchs, der sich nirgends verstecken konnte, vor Angst in seinem Käfig zusammenkauerte. Ein Chinchilla war allem Anschein nach blind, wurde aber dennoch zur Zucht gezwungen. Aussagen eines Mitarbeiters zufolge werden Tiere, die sich in der „falschen“ Ecke ihres Käfigs erleichtern, getötet. „Die Tiere müssen sauber sein“, sagte er. „Wenn man dreckige Haut produziert, drückt das den Preis.“

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.







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