Den Tiertransporten ein Ende machen

24.05.19
UmweltUmwelt, Bewegungen, News 

 

Von Tierschutzpartei

Schon seit einiger Zeit beobachten die Einwohner von Olfen, dass im Gewerbegebiet ihrer Stadt Tiertransporter abgestellt werden. Während die Fahrer es sich in einem Hotel gemütlich machen, verbringen die Schweine die Nacht unbeaufsichtigt im Anhänger, ohne Wasser und Futter.

Ein Fall ist nun zur Anzeige gekommen und wird nun von der Polizei Nordrhein-Westfalen untersucht. Das Verhalten des Fahrers bzw. der Spedition widerspricht ganz klar der gesetzlichen Vorgabe, den Transport so kurz wie möglich zu halten und eine angemessene Versorgung der Tiere sicherzustellen.

Schweine dürfen maximal 24 Stunden auf der Straße unterwegs sein, anschließend müssen sie entladen werden und einen Tag Pause bekommen. Da bei Langstreckentransporten meist zwei Personen nicht ausreichend sind, um die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer einhalten zu können, muss von den Transportunternehmen vorausschauend geplant oder ein dritter Fahrer hinzugezogen werden.

„Die Speditionen versuchen natürlich mit allen Mitteln Kosten einzusparen. Gerade Fahrer sind teuer, da trickst der eine oder andere gerne mal“, weiß Martin Buschmann, Spitzenkandidat zur Europawahl 2019 der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei). „Über 100.000 Schweine sterben jedes Jahr allein in Deutschland während ihres Transports. Daher ist es gut, wenn die Bürger die Augen offenhalten und Missstände sofort melden. Das erspart den Tieren viel Leid.“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) fordert eine Begrenzung von Tiertransporten auf maximal drei Stunden, am besten lediglich vom Stall zum nächsten Schlachthof. Strenge Auflagen und unangekündigte Kontrollen können sicherstellen, dass die Tiere auf ihrer letzten Reise nicht zu viel Stress ausgesetzt werden.

Tagelange Transporte in Drittländer müssen ganz verboten werden. Derzeit werden jährlich über 200 Millionen Nutztiere kreuz und quer durch Europa gekarrt. Der Transport von Rindern über viele Wochen bis nach Zentralasien ist keine Seltenheit, andere Tiere verlädt man auf Schiffe und verkauft sie nach Nordafrika oder in den Nahen Osten. Dass immer ein bestimmter Prozentsatz der Tiere noch vor der Ankunft verendet, wird von der Industrie tatsächlich und erschreckenderweise als „Dead on Arrival“-Faktor schon von vornherein einkalkuliert.







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