Weil die radioaktive Gefahr so nah ist – Einspruch gegen Atommülllager

01.12.14
UmweltUmwelt, NRW, Internationales, News 

 

Von Linksfraktion Mönchengladbach

Am Sonntag wurde nach einer Explosion im belgischen Atomkraftwerk Tihange der Reaktorblock 3 abgeschaltet. Tihange ist gerade mal 110 km Luftlinie von Mönchengladbach entfernt. Hätte der Brand der Transformatoren zur Freisetzung von radioaktiver Strahlung geführt, wäre die „unsichtbare Gefahr“ bereits vor der Warnmeldung in Mönchengladbach angekommen.

Bei der niederländischen Stadt Borssele, die kaum mehr als 180 km von Mönchengladbach weg liegt, soll das dortige Atommülllager erweitert werden. „Weil Strahlung keine Grenzen kennt und weil alles so nah beieinander ist, sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, weitere Atomkraftprojekte zu verhindern“, meint Silvia Gutermuth vom Umweltausschuss, „Deswegen sollten alle MönchengladbacherInnen ihre Möglichkeiten zum Einspruch bis zum 24.12.14 nutzen.“

Über die Möglichkeit eines Einspruchs gegen die geplante Erweiterung des niederländischen Atommülllagers in der Provinz Zeeland bis zum 05.11.14 erfuhr die Öffentlichkeit im eigenen Land sowie in den angrenzenden Ländern so spät, dass kaum jemand reagieren konnte.

Durch eine fehlende Antragsunterlage, wie das Bündnis AntiAKW-Aachen in Erfahrung brachte, muss das Genehmigungsverfahren nun wiederholt werden. Dadurch besteht für Privatpersonen, Kommunen sowie Umweltverbände die Möglichkeit, sich erneut gegen diesen Bau zu positionieren. Die Einspruchsfrist endet am 24.12.2014.

Wer Einspruch einlegen möchte, kann sich in die Unterschriftenliste, die im Parteibüro der Linken ausliegt, eintragen.

Genauso kann eine Blanko-Liste zum Unterschriften sammeln beim örtlichen AntiAKW-Bündnis unter www.strahlenzug.de heruntergeladen werden. Für viele sicher der einfachste Weg ist eine Email an Postbus.aanvraagCOVRA@minez.nl – der vorbereitete Einspruchstext steht ebenfalls auf der Homepage zum Kopieren bereit.







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