Floß ahoi!


Bild: C. Grodotzki / Robin Wood

05.07.14
UmweltUmwelt, Bewegungen, Brandenburg, TopNews 

 

von ROBIN WOOD

ROBINA WALD geht heute für die ‚Energiewende von unten‘ auf Tour

„Energiewende nicht kentern lassen!“ – Unter diesem Motto haben ROBIN WOOD-AktivistInnen heute in Berlin ihre Floßtour 2014 gestartet. Rund einen Monat lang wird die Crew mit dem selbstgebauten Holzfloß ROBINA WALD auf Spree, Havel, Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal bis nach Kiel unterwegs sein und in den Orten entlang der Strecke für eine grundlegend andere Energieversorgung streiten. ROBIN WOOD fordert: Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom – ökologisch, dezentral, selbstverwaltet und sozial! Am 10. Mai 2014 hatte die ROBINA WALD bereits an der großen Energiewende-Demonstration in Berlin teilgenommen.

Heute früh hat das Floß im Steglitzer Hafen die Leinen losgemacht, am Nachmittag gegen 15:00 Uhr wird es in Berlin-Friedrichshain (Mörchenpark) erwartet und kann dort besichtigt werden. Am kommenden Montag geht es dann weiter nach Potsdam. Über Brandenburg, Gorleben, Geesthacht, Hamburg und Brunsbüttel wird die Tour bis nach Kiel führen und damit zu Brennpunkten einer atomar-fossilen Energieversorgung:

Die Spree verwandelt sich inzwischen an etlichen Orten durch den Braunkohletagebau in eine für die Tier- und Pflanzenwelt tödlich-braune Brühe. Ursache dafür sind große Mengen Eisenschlamm, die aus Tagebauen ausgespült werden und die Gewässer verdrecken.

In Berlin-Wannsee wird ein unsicherer, atomarer Forschungsreaktor betrieben, der bei einem Unfall die Bevölkerung der Millionenstadt gefährdet. Im brandenburgischen Ketzin wird die unterirdische Verpressung von CO2 getestet – eine Sackgassen-Technologie, die den Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke absichern soll.

Im Wendland wehrt sich die Bevölkerung seit Jahrzehnten vehement dagegen, dass im – dafür ungeeigneten – Salzstock Gorleben ein atomares Endlager eingerichtet werden soll. In Krümmel steht ein abgeschaltetes AKW, für dessen längst überfällige Stilllegung der Betreiber Vattenfall Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangt.

Über Hamburg und Kiel finden Woche für Woche – unbemerkt von der Öffentlichkeit – gefährliche Atom-Transporte statt. Kürzlich wurde bekannt, dass mehr als die Hälfte der kontrollierten Atomtransporte über den Hamburger Hafen Sicherheitsmängel aufwiesen.

„Eine Energieversorgung, die auf Kohle und Atom setzt, schadet massiv Mensch, Klima und Natur. Deshalb brauchen wir den zügigen und konsequenten Umstieg auf Erneuerbare Energien. Bundesregierung und Energiekonzerne aber wollen die Energiewende ausbremsen“, sagt Christine Reviol von der ROBIN WOOD-Floßcrew. „Während unserer Tour wollen wir mit Menschen darüber ins Gespräch kommen, was jede/r tun kann, um den Umstieg auf die Erneuerbaren voranzubringen und von den Energiekonzernen unabhängig zu werden.“

Am Ende der Tour wollen die AktivistInnen ihre frischen Erfahrungen in das Anti-Atom-Camp einbringen. Das Camp findet vom 9. bis 16. August in Altenholz bei Kiel direkt am Nord-Ostsee-Kanal statt und wird von ROBIN WOOD unterstützt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das Floß zu besuchen!

Die nächsten Termine in Berlin und Potsdam: heute, Fr., 4.7.- Sa., 5.7.: „Mörchenpark", Holzmarktstr. 25 So., 6.7.: Berlin-Kreuzberg (Urbanhafen) Mo., 7.7.: Potsdam (Insel der Freundschaft)

Weitere Informationen: Zur ROBIN WOOD-Floßtour: www.flosstour.deZum Camp bei Kiel: antiatomcamp.nirgendwo.info


VON: ROBIN WOOD






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz