LKW mit Uran erreichten Donnerstag Lingen


Domonstration in Lingen am 19.1.19; Foto: BBU

03.05.19
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BBU fordert Transportverbot und Stilllegung der Uranfabriken in Lingen und Gronau

Von BBU

Nach der Ankunft von Lastwagen mit Urancontainern am Donnerstagabend (2. Mai 2019) in Lingen hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen sowie das generelle Verbot aller Atomtransporte gefordert.

Anti-Atomkraft-Initiativen hatten am Donnerstagmorgen die Ankunft eines Frachtschiffes mit Nuklearmaterial in Hamburg dokumentiert. Weiteren Beobachtungen zufolge haben gegen 14.15 Uhr zwei LKW mit weißen Zugmaschinen und jeweils einem blauen Container mit radioaktiver Fracht (UN-Nummer 3325) den Terminal von Eurogate in Hamburg Richtung Zoll/Köhlbrandbrücke verlassen. Gegen 19.20 Uhr erreichten die beiden LKW die bundesweit letzte Brennelementefabrik in Lingen (Emsland, Niedersachsen). Mehr dazu unter http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/category/aktuelles

In Lingen werden in der dortigen Brennelementefabrik Brennstäbe hergestellt, die international in Atomkraftwerken zum Einsatz kommen. So wurden in Lingen z. B. Brennstäbe für Atomkraftwerke in Belgien und der Schweiz produziert.

In der Brennelementefabrik in Lingen hatte es im Dezember 2018 einen Brand gegeben. Danach wurde der Anlagenbetrieb für 2 Monate gestoppt.

Der BBU und zahlreiche Initiativen und Verbände aus Niedersachsen und anderen Regionen fordern seit geraumer Zeit mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen sowie des AKW Lingen 2. Mehr dazu unter

https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202019.pdf

Am 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der Lingener Brennelementefabrik demonstrierten am 19. Januar 2019 in Lingen Bürgerinitiativen und Umweltverbände für die sofortige Stilllegung der umstrittenen Atomfabrik. Bisher gibt es keine Laufzeitbegrenzung für die Anlage.

Offiziellen Plänen zufolge soll sie auch nach der Stilllegung der letzten bundesdeutschen Atomkraftwerke Ende 2022 weiterhin Brennstäbe für den weltweiten Markt herstellen. „Der Betrieb der Anlage ist mit Gefahren, Atommüll und zahlreichen Atomtransporten verbunden. Die Transporte und die Anlage müssen gestoppt werden“, betont BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

BBU: Auch die Uranfabrik in Gronau stoppen!

Etwa 40 Kilometer südlich von Lingen steht in Gronau (NRW) eine weitere Uranfabrik, eine Urananreicherungsanlage, für die es bisher auch noch keinen Stilllegungsfahrplan gibt. Auch der Betrieb der Gronauer Uranfabrik ist mit zahlreichen Atomtransporten verbunden. Traditionell treffen sich Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW, aus Niedersachsen und aus den Niederlanden immer am ersten Sonntag im Monat zum Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage. So auch an diesem Sonntag, 4. Mai. Mehr dazu unter http://www.enschedevoorvrede.nl

An dem Betrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage ist auch der RWE-Konzern beteiligt. Mit den Protesten bei der diesjährigen RWE-Hauptversammlung in Essen (3. Mai 2019) wird auch die sofortige Stilllegung der Gronauer Anlage gefordert. Dazu mehr unter https://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202019/02.05.19.pdf

 







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