Risiko Mobilfunk

07.10.08
UmweltUmwelt, News 

 

Die Ortsbasis Wernau der LINKEN hatte zu einem Vortrag über die Risiken des heute weit verbreiteten Mobilfunks eingeladen. Als sachkundigen Referenten konnte Thomas Mitsch, Die Linke. Wernau, den 1. Vorstand im Dachverein Mobilfunk, Herr Jürgen Groschupp, begrüßen . Schon vor Einführung der "Handies" führte Groschupp aus, habe eine nicht unerhebliche elektromagnetische Strahlung (Elektrosmog) durch schnurlose Telefone, Rundfunk u.a. Funkdienste bis hin zu Motoren bestanden. Seit 1932 sei bekannt, dass "Funkwellen" gesundheitsschädlich seien. Man müsse sich vergegenwärtigen, dass hauptsächlich gepulste Mirkowellen auf den menschlichen Organismus  etwa gleich wirken würden, wie wenn dieser andauernd mit einem Hammer geschlagen oder mit einer Nadel gestochen werden würde. Die Gesundheitsgefahren seien bekannt und dokumentiert. Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson seien auf Elektrosmog zurückzuführen, Leukämie, Schlafstörungen ebenso wie Hodenkrebs, der auffällig viele junge Männer treffen würde, die ihr Handy in der Hosentasche oder am Gürtel trügen.   Im Jahr 2001 habe die Wissenschaftskommission des Europäischen Parlaments in der Hydland-Studie erklärt: "Gegenwärtig ist der vom Menschen verursachte `Elektrosmog´ eine wesentliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit.... Besondere Besorgnis...erregt die unfreiwillige, rund um die Uhr stattfindende Belastung bestimmter Bevölkerungsgruppen durch die Emissionen einer GSM-Basisstation, wenn diese unsensibler weise in der Nähe von Häusern, Schulen oder Krankenhäusern aufgestellt werden. Die Umgebung dieser Leute ist permanent und unausweichlich belastet. Der Gesetzgeber habe, so Groschupp , den Auftrag, die Bevölkerung vor diesen Gefahren zu schützen. Diesem Auftrag sei er nur unvollkommen nachgekommen. Die zulässigen Höchstwerte für die Intensität der elektromagnetischen Strahlung der jeweiligen Anlagen sei millionenfach überhöht. Die von der Regierung hinzu gezogenen Wissenschaftler seinen ebenso stark mit der Elektronik- und Telekommunikationsindustrie verbandelt wie nicht wenige Politiker. Die Interessen der Bevölkerung seien den Profitinteressen einiger weniger Konzerne geopfert worden. Thomas Mitsch berichtete von einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der LINKEN zu Thema Elektrosmog. Diese sei von der Regierung in der üblichen, unrichtigen Form beantwortet worden, wonach die Risiken des Elektrosmogs noch nicht ausreichend erforscht worden seien. Ein Diskussionsredner stellte fest, dass die Bundesregierung sich hier genauso aus der Verantwortung mogeln wolle wie beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und führte aus, dass nur breiter, öffentlicher Widerstand die Politik zum Umdenken zwingen könne.







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