Endlich! EGYPTAIR stellt nach internationaler PETA-Kampagne den Transport von Affen in Versuchslabore ein

08.08.22
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Von PETA

Die ägyptische Fluggesellschaft EGYPTAIR hat PETAs Partnerorganisation PETA USA darüber informiert, dass das Unternehmen in Zukunft keine Affen mehr aus Afrika und Asien in Tierversuchslabore transportieren wird. Dies ist das Ergebnis einer intensiven dreimonatigen Kampagne von PETA Deutschland und ihren Partnerorganisationen, deren Aktive Proteste an Flughäfen in Frankfurt, London, Paris, Manila, New York und Washington, D.C. durchgeführt haben. Es ist außerdem das Resultat von E-Mails von mehr als 100.000 PETA-Unterstützenden weltweit sowie von Hunderten von Telefonanrufen. PETA Asia versandte außerdem T-Shirts und Kaffeetassen – mit künstlerisch umgesetzten Aufforderungen versehen, die grausamen Affentransporte einzustellen – an das EGYPTAIR-Führungspersonal, schrieb über 130 Mitarbeiter des Unternehmens an, und stand mit allen weltweiten Geschäftsstellen der Fluggesellschaft in Kontakt.

Luftfahrtindustrie-Insider hatten PETA USA im Frühjahr auf den Transport von 720 Makaken aufmerksam gemacht, die EGYPTAIR am 30. April von Kambodscha zum John F. Kennedy-Flughafen in New York geflogen hat. Aufzeichnungen zeigen, dass die Fluggesellschaft seit März bereits 5.000 Affen in die USA gebracht hat.

„EGYPTAIR trägt mit ihrer Entscheidung dazu bei, dass unzählige Affen davor bewahrt werden, ihren Familien entrissen und in Tierversuchslabore verfrachtet zu werden, wo grausame Experimente und letztendlich der Tod auf sie warten“, so Sabrina Engel, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA. „Diese einzig richtige Entscheidung haben bereits mehr als 100 Fluggesellschaften weltweit getroffen – jeder Fluggesellschaft, die erwägt in den Handel einzusteigen, muss bewusst sein: Dieses Geschäft bedeutet unermessliches Leid für tausende Individuen und trägt zudem zur Bedrohung verschiedener Affenarten bei.“

Der Wildtierhandel mit Makaken ist von Gewalt und Krankheiten geprägt. Hunderttausende von Affen, die in freier Wildbahn gefangen wurden, werden über eine lange Transportpipeline in die USA gebracht. Eine der von EGYPTAIR transportierten Affenarten war der Langschwanzmakak. Letzten Monat stufte die International Union for Conservation of Nature den Erhaltungsstatus von Langschwanz- und Schweinsschwanzmakaken von „gefährdet“ auf „bedroht“ herauf. Die Ausbeutung dieser einst weitverbreiteten Arten im Rahmen des internationalen Wildtierhandels, an dem auch Wissenschaftler in den USA beteiligt sind, ist ein wichtiger Faktor für den dramatischen Zusammenbruch ihrer Population.

Im Januar stellte Kenya Airways nur 24 Stunden nach Gesprächen mit PETA USA den Transport von Affen in Versuchslabore ein, und im Juni beendete Air France diese Praxis nach einer jahrzehntelangen Kampagne von PETA. Viele weitere große Fluggesellschaften wie Lufthansa oder American Airlines fliegen ebenfalls keine Affen zu Versuchslaboren.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
PETA.de/Aktiv/Egypt-Air-Affen-Petition
PETA.org/Action/Campaigns/Airlines-ship-primates-labs 







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