Protest gegen Probe-Castor


Bild: Bewegungsstiftung

29.09.09
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen 

 

AktivistInnen besetzen Brücke über die Eisenbahnstrecke in Lüneburg

Am heutigen Dienstag 29. September 2009 fand ein so genannter Probetransport  statt. Sowohl der Betreiber der Atomanlagen als auch der Polizei mißlang es, diesen Transport geheim zu halten. Als der in einer schwarzen Plane getarnte Behälter durch BeobachterInnen gemeldet wurde, kam  es zu einer handvoll spontanen Protest-Aktionen zwischen Gorleben und Lüneburg.

Im Bereich Lüneburg kletterten zwei AktivistInnen der Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen auf der Einsenbahnbrücke über den Elbe Seiten Kanal - trotz  laufender Dauerbewahrung der Brücke durch zahlreichen Polizeibeamten - und entrollten zwei Transparente mit dem Aufschrift "Stop Castor" und "Klimaschädlich, Kriminell, Katastrophal / Krümmel, Gorleben, Asse".

Mit Ihrer Aktion wollten sie die Öffentlichkeit auf diesen geheimen Transport aufmerksam machen, sowie Zeichen gegen die Atompolitik setzen. Bei dem heutigen Castortransport handelte es sich um einen so genanten Probe-Transport, der für die Genehmigung neuer Behältern erforderlich ist. 2010 soll der nächste Castortansport nach Gorleben - mit hoch radioaktivem Müll - durchgeführt werden. "Leere Behälter sind zukünftige volle Behälter, erklärte die Lüneburger Aktivistin Cécile Lecomte, eine der beiden KletterInnen. Auf die Gefahren der Atomindustrie wollen wir jederzeit hinweisen."

Die Protestaktion dauerte über drei Stunden an - unter Dauer-Regen. Noch vor Duchfahrt des Transportes kletterten inzwischen vor Ort eingetroffenen Polizisten einer Sondereinheit auf die Brücke hoch, die protestierenden KletteraktivistInnen wurden anschließend mit Karabinern an den Kletter-Polizisten festgemacht, der Zug fuhr  dann noch unten durch. Die AtomkrafgegnerInnen wurden zum Schluß herunter geseilt und nach einer Personalienkontrolle - obwohl si bereits auf der Brücke von den Beamten namentlich angesprochen wurden! das ist nicht ihre erste luftige Protest-Aktion gegen Atomtransporten - wieder entlassen.

Die beiden KletteraktivistInnen waren sehr zufrieden mit ihrer Aktion. Lecomtes Fazit lautet : "Am 5. September gingen 50000 auf der Strasse. Wir werden weiterhin Druck für den sofortigen Atomausstieg machen, mit zahlreichen fantasievollen Protestaktionen. Der Atomausstieg wird von der Strasse/Schiene kommen!  Schwarz Gelb wird diesen Widerstand auch zu spüren bekommen,  die AktivistInnen setzen sich dafür ein, was eine große Mehrheit der Menschen in diesem Lande wollen: den Atomausstieg!!!"

Eichhörnchen, für die Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen (LIgA)







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