Neue Risse im AKW Tihange


Bildmontage: HF

12.06.17
UmweltUmwelt, Internationales, Bewegungen 

 

25. Juni: 90 Kilometer grenzüberschreitende Menschenkette gegen AKW und Atomanlagen

Von BBU

Nach dem Fund neuer Risse im AKW Tihange 2 in Belgien hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Forderung nach einem Exportverbot für Brennelemente aus der emsländischen Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) bekräftigt.

Initiativen und Verbände sind der Auffassung, dass die Bundesregierung die Exporte für belgische und andere ausländische Atomkraftwerke unterbinden kann. Mehr dazu unter

http://www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202017/27.04.17.pdf

Grundsätzlich fordert der BBU die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und sonstiger Atomanlagen.

Aktuell rufen zahlreiche Bürgerinitiativen, Verbände und Gliederungen mehrerer Parteien für den 25. Juni 2017 zur Teilnahme an einer Menschenkette von Aachen bis zum Atomkraftwerk Tihange in Belgien auf.

Die internationale Menschenkette, die 90 Kilometer lang werden soll, wird gemeinsam von Organisitionen aus Belgien, aus den Niederlanden sowie aus der Bundesrepublik Deutschland vorbereitet. Die Aktion richtet sich vorrangig gegen die belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sowie generell gegen jegliche Nutzung der Atomindustrie. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft zur Teilnahme an der grenzüberschreitenden Protestaktion auf.

Die Veranstalter der Menschenkette haben sich auf gemeinsame „Politische Grundsätze“ geeinigt. In ihnen heißt es u. a.: „Wir unterstützen alle Anstrengungen für einen Ersatz der heutigen fossilen und nuklearen Energieerzeugung durch schnelle Investition in 100% regenerative Energien sowie umfassende Energiesparmaßnahmen. Wir sehen die sozialen Probleme, die für die Beschäftigten beim Übergang von nuklearer zu regenerativer Energieerzeugung entstehen. Deshalb verlangen wir Maßnahmen, die den Beschäftigten der nuklearen (und der fossilien) Energieerzeugung bei der Anpassung an die besseren Technologien helfen.

Wir wünschen, dass diese Maßnahmen unter Mitwirkung der Beschäftigten, der Bürger und deren unterschiedlichen Organisationen entwickelt werden sollten.“

Der BBU weist darauf hin, dass in Nordrhein-Westfalen in vielen Städten, aber auch in anderen Bundesländern, sehr intensiv für die Menschenkette mobilisiert wird. Zur bestmöglichen Aufteilung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Veranstalter die ganze Kette in 90 Kilometerabschnitte aufgeteilt. Jeder teilnehmenden Person wird ihrem Wohnort entsprechend ein Abschnitt in der 90 km langen Menschenkette zugewiesen. So ist beispielsweise den teilnehmenden Personen aus dem Regierungsbezirk Münster der belgische Streckenabschnitt 37 (Herstal – Oupeye) zugewiesen. Ausführliche Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der Menschenkette, sowie über Anreisemöglichkeiten, findet man unter https://www.chain-reaction-tihange.eu/de. Telefonischer Kontakt: 0241 53107250.

Anreisende aus den Niederlanden und aus Belgien finden Informationen unter https://wisenederland.nl/25-juni sowie unter http://www.elfmaartbeweging.be

Udo Buchholz vom Vorstand des BBU unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit gegen die Atomindustrie: „Immer wieder waren es grenzüberschreitende Aktionen, die im Widerstand gegen Atomanlagen wichtige Zeichen setzten. So fanden z. B. vor rund 40 Jahren im Sommer und Herbst 1977 große internationale Demonstrationen gegen Atomkraftwerke vom Typ Schneller Brüter in Frankreich und in der Bundesrepublik Deutschland (Kalkar) statt.“







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