Bestand der Feldhasen geht dramatisch zurück


Feldhase Albrecht Dürer

13.04.14
UmweltUmwelt 

 

von Wildtierschutz Deutschland e.V

Wildtierschutz Deutschland ermittelt jährlich den aktuellen Bestand der Feldhasen in Deutschland. Seit 2007 ist die Anzahl der Langohren dramatisch zurückgegangen. Wurden im Frühjahr 2007 noch etwa 1,7 Millionen Tiere ermittelt, so dürften es aktuell weniger als eine Millionen Feldhasen sein. Der Feldhase wird bereits seit Jahren auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt.

Der Hauptgrund für das Verschwinden der Feldhasen liegt in der Art wie wir unsere Landwirtschaft betreiben: Monokulturen, intensive Düngung, Einsatz immer leistungsfähigerer Maschinen. Der Lebensraum wird zunehmend kleiner, es gibt kaum noch Brachen, Hecken, Deckung insbesondere für Jungtiere; ebenso fehlt häufig die dringend benötigte Vielfalt des Nahrungsangebotes.

Überlebensfähige Bestände gibt es noch in Bayern (ca. 240.000 Hasen), Niedersachsen (200.000), Nordrhein-Westfalen (300.000) und Schleswig-Holstein (94.000). Zunehmend kritischer wird die Bestandssituation in Baden-Württemberg (28.000), Rheinland-Pfalz (20.000) und in Hessen (20.000). Kaum noch Hasen sieht man dagegen im Saarland und in den östlichen Bundesländern.

Die Jagd setzt dem Bestand zusätzlich zu. Jedes Jahr werden weit über 300.000 Hasen erschossen.

„In dieser Situation ist der Verlust fast eines Drittels des Vorjahresbestandes durch die Jagd nicht vertretbar. Wenn wir so weitermachen wie in den vergangenen 10 Jahren, wird sich gegen Ende dieses Jahrzehnts der Bestand der Feldhasen halbiert haben“,  erläutert Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland.

Durch die Jagd würden überwiegend starke, reproduktionsfähige Tiere abgeschöpft. Tiere, welche bei der inzwischen mehr als kritischen Bestandssituation in vielen Landstrichen für das Überleben der Art „systemrelevant“ seien.

Wildtierschutz Deutschland plädiert dafür die Hasenjagd einzustellen und alle Bemühungen auf die Schaffung geeigneter Lebensräume für den Feldhasen zu richten.

Lovis Kauertz
Vorsitzender Wildtierschutz Deutschland e.V
Am Goldberg 5
55435 Gau-Algesheim
Tel. (0177) 7230086
wildtierschutz@gmail.com

www.wildtierschutz-deutschland.de


VON: WILDTIERSCHUTZ DEUTSCHLAND E.V






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