Tag des Artenschutzes


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01.03.14
UmweltUmwelt, Kultur, Bewegungen 

 

von PETA

PETA wirft Zoos mangelndes Engagement beim Schutz wildlebender Tiere vor

Auswilderung ausgeschlossen: Anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am kommenden Montag kritisiert die Tierrechts- organisation PETA Deutschland e.V. zoologische Einrichtungen für ihr mangelndes Engagement beim Schutz wildlebender Tiere.

Deutsche Zoos werden Jahr für Jahr mit vielen Millionen Euro an Steuergeldern von den Kommunen subventioniert. Diese Gelder kommen jedoch nicht dem Artenschutz zugute, sondern werden zu bedeutenden Teilen für extrem kostspielige Zuchtprogramme ver- wendet. Insbesondere gefährdete Tierarten wie beispielsweise Menschenaffen, Tiger, Löwen, Eisbären und Giraffen können grundsätzlich nicht wieder ausgewildert werden, weil ihre natürlichen Instinkte in Gefangenschaft verkümmern. PETA fordert die Zoos in Deutschland auf, die Zuchtprogramme ruhen zu lassen und mit den frei werdenden Mitteln bedrohte Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen.

„Der Fall der getöteten Giraffe Marius hat erneut gezeigt, dass zoologische Einrich- tungen Tiere nicht aus Artenschutzgründen halten. Zoos verfolgen vor allem wirt- schaftliche Interessen: es werden gezielt ´Überschusstiere´ produziert, um die Besucher mit süßen Tierbabys anzulocken“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wild- tierexperte bei PETA.

In Zoos leben Tiere in viel zu kleinen Gehegen und Käfigen, ohne Beschäftigungsmög- lichkeiten, oder genügend Auslauffläche. Während viele Tiere in freier Natur täglich kilometerlange Strecken zurücklegen, laufen sie in Tierparks stundenlang im Kreis umher oder liegen apathisch herum. Oft sind schwere Verhaltensstörungen die Folge der mangelhaften Lebensbedingungen. Besucher lernen in Zoos nichts über die natürlichen Verhaltensweisen freilebender Tiere.

Laut einer 2012 veröffentlichten Studie über die Tierhaltung in deutschen Zoos [1] waren die meisten untersuchten Zoogehege nicht dazu geeignet, die artspezifischen Bedürfnisse der Tiere zu befriedigen. In 87% der Gehege fehlte jede Art von Verhaltens - und Beschäftigungsmaterialien. Knapp ein Drittel der Gehege erfüllte nicht einmal die behördlich vorgegebenen Mindestanforderungen.

[1] Der EU ZOO Report – Deutschland. Eine Untersuchung zur Umsetzung und Durch- setzung der Richtlinie 1999/22/EG des Rates über die Haltung von Wildtieren in Zoos (2012) Born Free/ENDCAP et al.

Weitere Informationen:
www.PETA.de/Zoo
 
PETA Deutschland e.V.
Hobrechtstr. 65        
12047 Berlin   
 
www.peta.de
www.facebook.com/petadeutschland

Stoppt Tierquälerei!


VON: PETA






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