Kaufen für die Müllhalde


26.01.12
UmweltUmwelt, Kultur, News 

 

von BUND

das Thema "geplante Obsoleszenz" ist ein blinder Fleck im Auge der Umweltbewegung. Wenn wir die habgierbedingt-gezielte Verkürzung der Produktlebensdauer von Zahnbürsten, Strumpfhosen, Computern, Gebäuden und anderen Dingen (Brustimplataten!) einfach so akzeptieren, wenn die Zyklen des Produzierens, Kaufens, Nutzens und Wegwerfens immer kürzer werden, dann brauchen wir uns über die absehbare Endlichkeit der Energie- und Rohstoffreserven und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht zu wundern. Gute, schöne, sinnvolle, reparaturfähige Produkte möglichst lange nutzen... nur so können wir die Energie- und Rohstoffwende durchsetzen...

Zu diesem wichtigen Nachhaltigkeitsthema gab´s einen beeindruckenden Film bei ARTE der heute um 14:40 Uhr und Samstag, 28. Januar 2012, 11:30 Uhr nochmal ausgestrahlt (und aufgezeichnet) werden kann.
Hier könnt Ihr den Film auch direkt anschauen:
http://videos.arte.tv/de/videos/kaufen_fuer_die_muellhalde-6341726.html

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/shop/index.php?load=PageLoader&type=app&view=detail&productId=17

Kaufen für die Müllhalde

Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man "geplante Obsoleszenz". Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unumwunden: "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft".
Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.
Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.

(Frankreich, 2010, 75mn) ARTE F
Hier geht´s zum absolut beeindruckenden ARTE Film:
http://videos.arte.tv/de/videos/kaufen_fuer_die_muellhalde-6341726.html

 


VON: BUND






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