Atomkraftwerk für Ghana

15.01.12
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Internationales, News 

 

von Reinhold Schramm

Ghana will bis 2020 ein Atomkraftwerk in Betrieb nehmen.

Vertreter des Energieministeriums haben dazu mit russischen Atomexperten Gespräche geführt. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) unterstützt das afrikanische Land bei diesem Projekt.

Laut Wortlaut: Gemäß Benjamin Nyarko, Vizedirektor der ghanaischen Atomenergiekommission (Ghana Atomic Energy Commission, GAEC), sind für das Projekt im April 2011 [nach Japans Fukushima] verschiedene Arbeitsgruppen ins Leben gerufen worden.

Des weiteren habe sich im Jahr 2011 ein Team unter der Leitung des Energieministers zu Gesprächen nach Russland begeben. Ghana fasste erstmals die Nutzung der Atomenergie während einer Energiekrise 2006/07 ins Auge.

Erste konkrete Schritte für die Einführung der Atomenergie [“Kernenergie“] unternahm die Atomenergiekommission 2004, als sie die IAEO um Mithilfe bei diesem Vorhaben bat.

Ghana ist seit 2007 Mitglied des International Framework for Nuclear Energy Cooperation (früher GNEP). Das Land betreibt seit 1995 den Ghana Research Reactor-1 (GHARR-1), dessen thermische Leistung 30 kW beträgt.* -

* Die China Institute of Atomic Energy in Beijing hat den Forschungsreaktor entwickelt und gebaut.

Quelle (inhaltlich analog): M. B. Nach Ministry of Energy. Medienmitteilung, 1. Dezember 2011 / Vgl. Nuklearforum Schweiz: Ghana trifft Vorbereitungen für eigenes Kernkraftwerk, 10.01.2012.

Nachtrag

Es gibt keine sichere Kernenergie. Jede Atomanlage gibt schon im “Normalbetrieb“ radioaktive Stoffe an Luft und Wasser ab. Bei Atomkraftwerken zählt dazu unter anderem Tritium, radioaktiver Kohlenstoff, Strontium, Jod, Cäsium, Plutonium, radioaktive Edelgase wie Krypton, Argon und Xenon. Die meisten dieser Isotope senden Beta-Teilchen aus, die nach Aufnahme in den Körper über Atmung, Nahrung und Getränke sehr gefährlich sind. Sie können Krankheiten und Erbschäden auslösen. (Vgl. ippnw.de)

 


VON: REINHOLD SCHRAMM






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