Jäger in Rheindahlen verängstigt Hundebesitzerinnen und –besitzer

05.01.12
UmweltUmwelt, NRW, News 

 

In Rheindahlen rund um das Jagdrevier Woof scheinen Hunde auf gefährlichen Pfoten zu leben, zumindest dann, wenn sie von ihren Besitzerinnen und Besitzern ausgeführt werden.
Denn der Pächter dieses Jagdreviers mag Hunde ganz offensichtlich nicht und scheint den Anwohnerinnen und Anwohnern regelrecht aufzulauern, wenn sie mit ihren Hunden dort spazieren gehen. Er bedroht sie mit dem Abschuss ihrer Hunde, wenn diese nicht angeleint seien, denn sie könnten ja Wild jagen, was verboten wäre. Dies ist zwar offenkundig noch nie passiert, aber das scheint den Jagdpächter nicht zu interessieren. Besonders bedrohlich scheint er sich aufzuführen, wenn er sich Frauen und Kindern gegenüber sieht. Neuerlich werden diese sogar offensichtlich von ihm mit dem Auto verfolgt. Zu einer Anzeige bei der Polizei kam es auch schon einmal, jedoch führte dies nicht zu einer Verhaltensänderung des Jägers.

Besorgte Bürgerinnen und Bürger wandten sich Ende letzten Jahres in dieser Sache an Sabine Cremer, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. Mönchengladbach, die sich auch sofort an die Untere Jagdbehörde wandte. Jedoch erteilte man dort die Auskunft, dass man in dieser Sache nicht aktiv werden könne, solange der Jäger nicht wegen einer Straftat rechtskräftig verurteilt worden sei. Man riet, dass die betroffenen Personen Anzeige wegen Bedrohung erstatten sollen, wenn sich das beschriebene Verhalten wiederholt.

„Das ist selbstverständlich eine vollkommen unzufriedenstellende Antwort.“ kommentiert Sabine Cremer „Wollen wir solange warten, bis der Mann seine Drohungen wahr macht und tatsächlich einen Hund erschießt, dabei vielleicht auch ein Mensch - gar ein Kind - zu Schaden kommt? Dieser Mann ist offensichtlich charakterlich für eine Erlaubnis zum Waffenbesitz nicht geeignet!“

Momentan ist erstmal zu hoffen, dass die zuständige Jagdgenossenschaft, hier jetzt schnell wirkungsvolle Maßnahmen ergreift, um die Situation zu entschärfen. Denn die Vorfälle rund um diesen Jagdpächter sind dort hinreichend bekannt, zumal schon seit geraumer Zeit ein Mitpächter dieses Reviers nach dem anderen den Pachtvertrag vorzeitig kündigt. Es kann der Jagdgenossenschaft nicht daran gelegen sein, dass das Bild, was dieser Jäger von seiner Zunft in der Öffentlichkeit vermittelt, auf die ganze Gemeinschaft abfärbt. „Dieser Zustand der Angst, in dem die Leute inzwischen dort leben, muss dringend aufhören und die Öffentlichkeit sollte von der Sache nicht erst erfahren, wenn schon etwas Schlimmes passiert ist.“ erklärt Sabine Cremer abschließend.








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