Die Wasserköpfe müssen weg!


Bildmontage: HF

31.08.16
UmweltUmwelt, Ökologiedebatte, Debatte 

 

Die EU „Regulierungswut" erreicht die Duschkabinen

Von Siegfried Buttenmüller

Wasser ist der wahre Reichtum Deutschlands und einiger Länder. Es ist jedoch Wahlkrampf und der fordert seine Opfer. Seit mindestens 5 Jahren wird eine neue EU Verordnung diskutiert, nach der alle neu produzierten Duschköpfe einen Wasser Stop Knopf haben müssen. Also kein lästiges suchen beim Duschen nach dem Wasserhahn um das Wasser zwischenzeitlich abzustellen und Wasser / Abwasser zu sparen. Nun wären die Diskussionen eigentlich endlich beendet gewesen doch der Wahlkrampf ist populistischen Politikern wichtiger als notwendige Sachentscheidungen zu treffen. Von Populisten bis zur Bundeskanzlerin Merkel und zu EU Parlamentspräsident Schulz tönt es von der angeblichen „Regulierungswut" der EU.

Das Teil am Duschkopf um das es geht, kostet derzeit ohne Massenproduktion 2,50 € und würde in der EU den Wasserverbrauch von ganz Dänemark einsparen. Weltweit könnten damit noch viel mehr Wasser gespart werden. Dass sehr viele Länder in Europa großen Wassermangel haben ist bekannt. Aber auch in Deutschland wird Wasser immer knapper. Stuttgart hat zum Beispiel zu wenig Wasser und muß es teilweise von 150 Km heranpumpen. Großstädte und immer mehr Kleinstädte haben einen stetig steigenden Wasserbedarf und Pumpen von immer weiter und immer tiefer Wasser heran. Aufbereitetes Flußwasser ist als Trinkwasser und überhaupt minderwertig, so dass Regionen an Unterläufen der großen Flüsse oft gar kein „richtiges" Wasser haben, da es belastet ist.

Dramatisch ist die Lage in vielen südeuropäischen Ländern wo Wasser rationiert werden muß und wegen Trockenheit gefährliche Waldbrände entstehen und sich Wüsten ausbreiten. Auch in Kalifornien in den USA breiten sich aufgrund Wassermangels Waldbrände aus. Dort stellt man auch bevorzugt Arbeitersiedlungen einfach das Wasser ab da die Metropolen es verschwenden. Eines der wasserreichsten Länder wie Deutschland importiert in Form von Melonen und Früchten große Mengen Wasser aus Wassernotstandsgebieten. Erst recht in Afrika ist große Dürre aber auch dort reißen Konzerne das Wasser an sich um es zu exportieren, dort hin wo angeblich Überfluß an Wasser ist. Die Wüsten breiten sich aus so das die Menschen keine Perspektiven mehr haben und sich in weiten Regionen nicht mehr halten können.

Daran zu denken ist jedoch zu viel verlangt von Populisten und Wahlkrämpfern. Ihnen geht es um Posten, Pfründe und nicht um dringend nötige Entscheidungen, die für Milliarden Menschen längst lebensnotwendig und längst überfällig sind. Wasser ist lebensnotwendig und Reichtum, wer es in der Weise vergeudet tötet zahllose Menschen die es brauchen.

Und so suchen die Populisten und Wahlkrämpfer und sonstige Wasserköpfe nach „Argumenten", weshalb Wasser angeblich genug vorhanden ist und die EU angeblich nicht in die Duschköpfe gehört.

Natürlich gibt es Verkeimungen wenn man nie spült doch wer tut das. Natürlich muß man die Abwasserleitungen spülen aber es bleibt eben mehr Wasser übrig wenn gespart wird. Und das übrige Wasser braucht man auch nicht wegspülen in die Kloaken und die Salzmeere sondern kann es da hin bringen wo es bitter nötig ist. Also in den größten Teil von Europa, Afrika, Amerika und dem Rest der Welt. Ein Tanker faßt 250 Tausend Tonnen Wasser und das ist eine ungeheure Menge die den Bedarf sehr vieler Menschen, Tiere und Pflanzen eines ganzen Landes lange decken kann. Und man kann viele Wassertanker haben oder Wasserleitungen nach Afrika z.B. bauen, so daß sich wieder Wälder, Felder und Wiesen etablieren können.

Wasser ist Menschenrecht doch steht das leider wie vieles nur auf dem Papier denn die Realität ist für Milliarden Menschen eine ganz andere..

Die halbe Menschheit hat Durst doch scheint das faßt wie gewollt. Was denken sich Bürokraten, Populisten und die ganzen Wasserköpfe eigentlich wer sie sind?

Der Wasserkopf der Gesellschaft muß weg !

Siegfried Buttenmüller, 31.8.2016







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz