Regierungsbildungen in Hannover und in Berlin: Atomausstieg muss auf die Tagesordnung


Bildmontage: HF

20.10.17
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen 

 

Von BBU

Witterungsbedingt wird die Protestaktion am Atomkraftwerk Grohnde, die für Samstag (21. Oktober 2017) geplant war, verschoben. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bekräftigt anlässlich der Regierungsbildungen in Hannover und Berlin seine Forderung nach sofortiger Stilllegung des AKW Grohnde. Der Verband begrüßt es zudem, dass sich kürzlich die Stadt Petershagen den bisher 17 Kommunen und Kreisen angeschlossen hat, die die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde fordern.

Ursprünglich wollten örtliche Bürgerinitiativen am Samstagdie Originalumrisse eines Airbus A380 in Gestalt einer Menschenreihe auf einem Feld vor dem AKW Grohnde nachbilden. Die Flugzeugspitze sollte in Richtung Reaktorgebäudeweisen. Die Installation sollte symbolisch auf die potenzielle terroristische Bedrohung durch den Einschlageines Großraumflugzeugs hinweisen. Für Personen, die nicht rechtzeitig über die Absage der Aktion informiert werden konnten, steht amSamstagab 11.00 Uhr ein Informations-Stand mit Kaffee und Kuchen an der Straße zum Atomkraftwerk. Ab 13 Uhr treffen sich dann Anti-Atomkraft-Initiativen in Hameln, um die Planung weiterer Aktivitäten gegen das AKW Grohnde zu besprechen.

Der BBU ist darüber erfreut, dass bereits 18Kommunen und Landkreise von der Bundesregierungund vom Land Niedersachsen die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohndefordern:15in Ostwestfalen-Lippe (OWL / NRW), in Niedersachsen bisher die Stadt Göttingen, der Landkreis Göttingen sowie die Stadt Bad Pyrmont.

Als bisher letzte Kommune hat die Stadt Petershagen am 12. Oktober 2017 eine Resolution gegen das AKW Grohnde beschlossen. In dem Beschluss heißt es: „Der Rat der Stadt Petershagen appelliert an das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde und an das Bundesumweltministerium als entsprechend weisungsbefugte Behörde, umgehend Maßnahmen zu ergreifen bzw. einzuleiten, um mit Nachdruck auf eine frühzeitigere und baldmögliche Stilllegung des Atomkraftwerks Grohnde hinzuwirken.“

Der BBU appelliert an weitere Kommunen und Kreise im Bereich des AKW Grohnde, und darüber hinaus, dass sich auch weitere Kommunalparlamente gegen den Weiterbetrieb des AKW Grohnde aussprechen. „Gerade jetzt vor dem Hintergrund der Regierungsbildungen in Hannover und in Berlin muss das Thema Atomausstieg verstärkt auf die politische Tagesordnung gesetzt werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Weitere Informationen über die Arbeit der Bürgerinitiativen gegen das AKW Grohnde:

http://www.grohnde-kampagne.de/home







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