Wahlversprechen der Parteien zum Tierschutz: VIER PFOTEN veröffentlicht Wahlprüfsteine


Bild: Vier Pfoten

09.09.17
UmweltUmwelt, Politik, Bewegungen 

 

Von Vier Pfoten

Die Wahlprüfsteine der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN zur Bundestagswahl zeigen deutlich: Die Grünen versprechen die meisten Verbesserungen im Tierschutz, doch auch SPD und Die Linke wollen zahlreiche Fortschritte für Wildtiere, Heimtiere und Nutztiere erreichen. Nur die Regierungsfraktion CDU/CSU will Tiere auch in der nächsten Legislaturperiode nicht stärker gesetzlich schützen.

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer von VIER PFOTEN Deutschland:
„Wir werden die Parteien nach der Wahl beim Wort nehmen, weil eine große Mehrheit der Wähler will, dass Tiere in Deutschland stärker geschützt werden. Und wir werden weiterhin mit der CDU arbeiten, bis diese große Volkspartei aufhört, beim Tierschutz am Volk vorbei zu regieren. Ein Wildtierverbot für Zirkusse, die Eindämmung des illegalen Welpenhandels sowie deutlich bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere muss auch mit der CDU und Frau Merkel möglich sein.“

Nutztierhaltung in Deutschland
Die CDU/CSU setzt im Bereich der Intensivtierhaltung weiter auf freiwillige Vereinbarungen und Initiativen wie das geplante staatliche Label für Fleischprodukte von Bundesminister Christian Schmidt. Dieses soll jedoch Produkte auszeichnen, die grade einmal den gesetzlichen Mindeststandard einhalten. VIER PFOTEN fordert, die Kriterien des Labels deutlich anzuheben. Auch die Parteien SPD, Die Grünen und Die Linke unterstützen diese Forderung.
Weitere Wahlprüfsteine zum Themenbereich Nutztierhaltung finden Sie auf: www.vier-pfoten.de/wahlpruefsteine-nutztiere

Wildtierverbot im Zirkus
Die SPD, Die Grünen und Die Linke setzen sich seit Jahren für ein Wildtierverbot in Zirkussen ein. Im März 2017 stimmte der Bundesrat zum dritten Mal für ein entsprechendes Verbot. „Die CDU/CSU allein weiß, warum sie immer noch die Augen davor verschließt, dass Tiere in Zirkussen gequält werden. Fast alle europäischen Länder verbieten dies. Deutschland ist das beschämende Schlusslicht in Europa“, sagt VIER PFOTEN Geschäftsführer Rüdiger Jürgensen.
Weitere Wahlprüfsteine zum Themenbereich Wildtierschutz finden Sie auf: www.vier-pfoten.de/wahlpruefsteine-wildtiere

Illegaler Welpenhandel
Der illegale Handel mit Welpen aus Osteuropa ist ein Millionengeschäft, obwohl viele Welpen viel zu früh von den Müttern getrennt werden,schwer krank sind und kurze Zeit nach dem Kauf sterben. Der beste Ansatz, um den Handel mit Hundewelpen quer durch Europa einzuschränken, ist eine EU-weit verpflichtende Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde. Diese fordern auch die Parteien SPD, Die Grünen und Die Linke.
Weitere Wahlprüfsteine zum Themenbereich Heimtiere finden Sie auf: www.vier-pfoten.de/wahlpruefsteine-heimtiere

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Auf der Homepage von VIER PFOTEN Deutschland finden Sie eine tabellarische Übersicht der Wahlprüfsteine sowie die detaillierten Antworten der Parteien auf alle Tierschutz-Fragen.
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Alle Informationen zur Bundestagswahl: www.vier-pfoten.de/bundestagswahl

Analyse der „Bilanz“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Bundestagswahl 2017:
http://www.vier-pfoten.de/themen/tierschutzpolitik/bundestagswahl-2017/geschafft-oder-gescheitert 

Ausführlicher Kommentar zu einem Interview von Kanzlerin Merkel zu landwirtschaftlichen Themen, veröffentlicht auf TopAgrar: https://www.vier-pfoten.de/themen/tierschutzpolitik/aktuell/statement







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