Hunko zur neuen Precursor-Analyse beim Atomkraftwerk Tihange

02.02.18
UmweltUmwelt, Politik, Internationales, News 

 

Laut Medienberichten liegt der belgischen Atomaufsicht (FANC) ein Bericht vor, der eine deutliche Häufung von so genannten „Precursor“-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt. Dazu erklärt der Europapolitische Sprecher Andrej Hunko der Bundestagsfraktion Die LINKE, und Abgeordneter aus dem Wahlkreis Aachen, Andrej Hunko:

„Diese besonderen Störfälle gelten als Vorboten für Schäden im Reaktorkern. Erneut bestätigt sich die Gefahr durch die belgischen Tihange-Reaktoren. Wir brauchen endlich eine europäische Koordination gegen Pannenreaktoren wie Tihange und Doel. Das deutsche Bundesumweltministerium unter Barbara Hendricks hat bis heute nicht gehandelt, obwohl ein entsprechendes Rechtsgutachten vorliegt.“

„Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass keine Brennelemente aus dem deutschen Lingen an die belgischen Pannenreaktoren geliefert werden. Sie bedrohen die Gesundheit von Millionen Menschen in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland, insbesondere NRW und die Grenzregion um Aachen wären bei einem Atomunfall direkt betroffen.“

„Die Bundesregierung trägt eine Mitverantwortung am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren, weil sie die Lieferungen nicht stoppt. Nach Artikel 3 des Atomgesetzes könnte die Bundesregierung noch heute per Verfügung den Export der Brennelemente untersagen und so Druck auf die belgische Regierung ausüben, die Reaktoren abzuschalten.“

 







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